Zeugnisübersicht

Der Herr ist mein Licht und mein Heil
(festgehalten am 7. Februar 2014)

Mein Name ist Emelita Almanzor, ich komme aus den Philippinen aus der Provinz Batangas, 90 km von der Hauptstadt Manila entfernt. Meine Eltern sind Bauern und ich habe fünf Schwestern und drei Brüder. Obwohl sich meine Familie katholisch nennt, ist sie nicht gläubig. Sie gehen in die Kirche bei einer Taufe, Hochzeit oder Beerdigung. Sie gehen auch nicht zur hl. Beichte. Trotzdem sind meine Geschwister und ich zumindest in eine katholische Schule gegangen.

Für meine Eltern ist es von äußerster Wichtigkeit, Geld und Besitz zu haben. Sie arbeiteten tagtäglich am Bauernhof und auch wir mussten damals sehr hart mitarbeiten. Meine Eltern waren sehr streng zu uns Kindern - so wie beim Militär - und wir sind mit Arbeit und Verpflichtungen aufgewachsen.

Meine Eltern haben viel gestritten und lebten sogar ein Jahr getrennt voneinander. Mein Vater ist eine dominante und stolze Person und ist oft sehr zornig, meine Mutter hingegen ist eine eher schwache Erscheinung, sehr sparsam und fleißig, die Tag und Nacht arbeitet, doch auch sie kann sehr zornig werden. Doch auch unter uns Geschwistern gab es jeden Tag Streit.

Als ich meinen jetzigen Mann kennenlernte, waren meine Eltern und einige meiner Geschwister total gegen ihn, weil er aus einer armen Familie kam. Es bot sich die Chance, nach Wien auszureisen, um dort zu arbeiten. Nach dieser Zeit, es war etwa ein Jahr, musste ich zurück auf die Philippinen und mein Mann und ich haben dort im Jahr 1987 standesamtlich und kirchlich geheiratet. Meine Familie hat uns rigoros abgelehnt, sie haben mehrmals versucht uns zu trennen, es gab Verleumdungen und sogar Mordversuche.

Zwei Monate nach unserer Hochzeit bin ich zurück nach Wien gegangen, da ich ein Stellenangebot bekommen hatte und alles für meine zukünftige Arbeit organisieren musste. Mein Mann ist vorläufig auf den Philippinen geblieben und ist erst nach zwei Jahren nachgekommen. Wir wollten hier in Österreich ein eigenständiges Leben führen und unsere eigene Familie gründen..

Mein Mann und ich führen eine sehr gute Ehe und trotz dieser extremen Ablehnung versuchte er alles, um meine Familie im Guten umzustimmen, was aber leider nie gelang. Wir hatten auch hier in Wien gegen mehrere Schwierigkeiten zu kämpfen, mein Sohn war schwer erziehbar, ich hatte eine Fehlgeburt, aber dann bekamen wir eine Tochter.

Drei meiner Geschwister sind schrecklich eifersüchtig auf mich, aber ich kann mir nicht erklären, weshalb. Wegen verschiedener Probleme und Streitigkeiten mit ihnen habe ich im Jahr 2002 an Exerzitien von Br. Thomas Paul teilgenommen und war sehr begeistert davon. Seit damals habe ich mehrmals Exerzitien besucht und habe körperliche Heilungen von Sinusitis (Nasennebenhöhlenentzündung) und Hüftschmerzen erlangt.

Im Dezember 2010 begann plötzlich mein Rücken zu schmerzen und ich dachte zuerst, es seien ganz normale Beschwerden, vielleicht durch Überarbeitung, aber dann folgten unvorstellbar starke Schmerzen, die dann von den Ärzten als Protrusionen (Veränderung der Zwischenwirbelscheiben) und später als Bandscheibenvorfall diagnostiziert wurden. Kein Arzt konnte mir helfen, andere Ärzte stellten wiederum starke Depressionen an mir fest. Es kam die Zeit, in der ich keine Kraft mehr hatte und mir zum Sterben war. Ich musste mehrere Spitalsaufenthalte in der Schmerzabteilung hinnehmen, aber es war keinerlei Besserung in Sicht. Ich war insgesamt ein ganzes Jahr in Krankenstand.

Im Oktober 2011 besuchte ich Exerzitien von Pater Rufus Pereira für Innere Heilung und Befreiung in Wien. Es waren meine ersten Exerzitien bei ihm.

Am ersten Abend gab es nur einen kurzen Vortrag über Innere Heilung, doch am nächsten Tag hat P. Rufus am Abend nach der Hl. Messe individuell um meine Heilung gebetet. Ich erzählte ihm von meinen Rückenschmerzen und meinem Bandscheibenvorfall und er betete, während er seine linke Hand an meinen Kopf, die rechte an meine Lendenwirbelsäule hielt. Ich spürte plötzlich einen Brechreiz, ein Klopfen in den Wirbeln vom Halsbereich bis zur Lendenwirbelsäule und ich fiel zu Boden. Das Klopfen in den einzelnen Wirbeln wurde stärker, meine Augen waren geschlossen und ich konnte sie nicht mehr aufmachen. Als ich eine Zeitlang später imstande war, meine Augen wieder zu öffnen, sah ich die Hände vieler Menschen um mich herum, die mir helfen wollten, aufzustehen. Pater Rufus schaute mich die ganze Zeit an, obwohl eine Familie aus Portugal zugegen war, die vor ihm kniete und die ebenfalls seine Hilfe dringend benötigte.

Pater Rufus rief laut, dass es alle hören konnten: „Was sagen die Ärzte hier in Wien über diese Frau? Können sie nicht heilen?“

Dann wandte er sich wieder mir zu und sagte: „Kommen Sie mit und setzen Sie sich!“ Ich ging vor ihm hin und her und war nicht imstande, mich hinzusetzen. Er nahm mich an der Hand und führte mich zu einem Sessel. Pater Rufus hatte auch Platz genommen und ich setzte mich auf den Sessel vor ihm und legte meine Hände auf seine Knie. Er fragte mich, was mit mir los sei. Aber ich konnte nicht sprechen und begann plötzlich so laut zu schluchzen und zu weinen, wie ich es in meinem Leben noch nie getan hatte. Pater Rufus rief seine langjährige Mitarbeiterin Fr. Erika Gibello zu sich, die mir sagen sollte, was mit mir los sei. Frau Erika kam herbei, mit meinem Zettel in der Hand, und sagte: Diese arme Frau, sie wurde von ihren Eltern und Familienangehörigen so gehasst, sodass diese schwarze Magie und okkulte Praktiken gegen sie angewendet haben. Darum ist sie so krank und leidend. Alles was sie für ihre Familie, für Geschwister, Schwägerin und Schwager getan hat, um sie zu versöhnen, war nicht genug.

Sodann konnte ich plötzlich wieder meine Lippen öffnen und erzählte von meinem Martyrium, das ich von Kindheit an durchmachen musste, von meinen Feinden, wen ich gehasst habe, wer mich verletzt hat . . . Ich begann, einzelnen Menschen zu vergeben und sagte dies auch laut heraus. Seitlich von mir saß eine Frau, die die ganze Zeit stark gezittert hatte und diese sprach zu mir in verschiedenen fremdartigen Stimmen: „Nein, du darfst nicht vergeben, he,he,he . . .“ Jedesmal wenn ich von Neuem begann, von Vergebung zu sprechen, fiel sie mir immer wieder ins Wort und sagte: “Nein, du darfst nicht vergeben“ und lachte dabei hämisch. So ging es eine geraume Zeit dahin.

Inzwischen fragte mich Pater Rufus, ob ich fertig bin mit dem, was ich zu sagen habe, was ich mit „Nein“ beantwortete. Ich bat ihn, mir noch zuzuhören und erzählte noch über meine Träume von Jesus, seiner Barmherzigkeit und von der Muttergottes. Dann verzieh ich weiteren Menschen, die mich verletzt hatten bis die Frau neben mir zum Schluss sagte, dass wir jetzt aufhören sollten, da sie nicht mehr kann.

Inzwischen ging es mir schon um einiges besser und ich bedankte mich bei Pater Rufus, der die ganze Zeit für mich gebetet hatte, und küsste ihn vor Freude. Da es schon sehr spät geworden war und nur mehr wenige Exerzitienteilnehmer anwesend waren, verließ ich anschließend die Kirche. Als ich dann zu Hause war, hatte ich noch kaum begriffen, was mit mir geschehen war. Aber ich fühlte mich von einer großen Last befreit und war voller Freude.

Am letzten Tag der Exerzitien erklärte mir Pater Rufus, was mit mir und dieser Frau geschehen war. Es hatte ein Kampf zwischen Jesus und Satan, der in dieser Welt real existiert, stattgefunden, ein Kampf zwischen Gut und Böse. Jesus war in mir gegenwärtig gewesen und Satan in dieser Frau, weil Gott an uns beiden zeigen wollte, dass Jesus und auch Satan real existieren und dass Jesus ihn besiegt hat. Pater Rufus meinte, dass ich an jenem Abend, an dem alles passiert ist, vor den Leuten in der Kirche, vor ihm und Fr. Erika eine gute Beichte abgelegt habe.

Pater Rufus sagte mir, dass ich nicht zum Arzt zu gehen brauche, weil dieser mich ohnehin falsch behandeln würde. Vier Dinge müsste ich tun:
1. Alle Sünden bereuen
2. Allen vergeben, die mich verletzt oder beleidigt haben und auch denen, die mich mit böser Magie und Okkultismus in diese missliche Lage gebracht haben.
3. Beten
4. Gott lobpreisen

Nach den Exerzitien schritt meine Heilung langsam aber stetig voran bis ich vollkommen gesund war. Auch meine langjährigen, schweren Allergien waren geheilt. Seit April 2012 bin ich wieder arbeitsfähig.

Preiset den Herrn, mit allem was ich in meinem Leben an Leiden, Schmerzen, Problemen, Schwierigkeiten, Krankheiten, Feinden usw. gehabt habe. Wenn wir uns Jesus Christus und der Muttergottes ganz hingeben, Gott immer vertrauen, unsere Sünden bereuen und unseren Feinden vergeben und immer Gottes Hilfe erbeten, dann übernimmt der Herr alles für uns. Er ist unser Arzt, er vergibt unsere Sünden und heilt alle unsere Krankheiten (nach Ps. 103/3).

Pater Rufus ist im Mai des Jahres 2012 verstorben. Die nachfolgenden Exerzitien hat Fr. Erika Gibello im Marianneum in Wien abgehalten und ich habe jedes Mal teilgenommen.

Ich bin auch sehr dankbar, dass mein „verlorener Sohn“ im Jahr 2012 bei Frau Erika war, denn seit dieser Zeit hat sich sein Leben entscheidend verändert.

Danke, Jesus, Amen!

 

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