Zeugnisübersicht
      Zeugnis zum besseren Verständnis, warum ich das Apostolat der christlichen Aufklärung
      über das Dunkel von New Age und Esoterik ausübe.
      Zur Ehre, zum Lobpreis und Dank unseres Dreieinigen Gottes.
      
(September 2008)
                                                                                                                                                                           Zeugnis als PDF öffnen (für den Ausdruck):  

Christus ist nicht auf diese Erde gekommen, um in goldenen Tabernakeln zu wohnen; er wollte Wohnung nehmen, in den von Liebe vollen Herzen der Menschen."
Diese Worte der Hl. Theresia vom Kinde Jesu verspürte ich schon als Kind, als ich vor dem Tabernakel unserer Dorfkirche mein Herz öffnete.
Schutzpatron dieser Kirche ist der Hl. Erzengel Michael. Mächtig wird er hier über dem Hauptaltar dargestellt. In dieser Kirche wurde mir das Sakrament der Taufe gespendet. Mit dem Taufnamen "Anna-Elisabeth" wurde ich Christ und Glied der Kirche Jesu Christi.
Nach vier Mädchen war es verständlich, dass meine Eltern einen Stammhalter erwartet haben. Der Vater als Landwirt wünschte sich einen Hoferben. Die Mutter, als sehr gläubige Frau, hatte ihr Herz still für einen Priestersohn geöffnet.
Entgegen all dieser Wünsche, wurde ich als fünftes Mädchen meiner Eltern liebevoll angenommen. Mit der Liebe zur Eucharistie und zur Madonna wurde ich geboren. Sie wurde mir gleichsam in die Wiege gelegt.
Ps 139, 13 u. 16: "Denn Du hast mein Inneres erschaffen, mich gewoben im Schoß meiner Mutter. Deine Augen sahen, wie ich entstand, in Deinem Buch war schon alles vorgezeichnet; meine Tage waren schon gebildet, als noch keiner von ihnen da war."
Die damalige Zeit war hart. Der Alltag erforderte vollen Einsatz aller Familienmitglieder. Als jüngstes Kind wurden mir manche Vorteile eingeräumt und manche Nachsicht von Seiten der Eltern zugestanden.
Trotzdem musste auch ich, sobald es meine Kraft und mein Verstehen zuließ, überall mithelfen, wo es möglich war. Mein Kinderherz sehnte sich nach Liebe und Verständnis. Beides konnte ich in der Hektik des Alltags oftmals nicht bekommen. Der ansonsten fürsorgliche Vater neigte sehr zu unvorhersehbaren Zornausbrüchen.
Unter dem Unverständnis meiner neun Jahre älteren Schwester, der ich häufig überlassen war, hatte ich viel zu leiden.
Von Natur aus war ich ein heiteres fröhliches Kind, aber all das verursachte mir viele Tränen. Den Ausgleich für alle Entbehrungen, allen Schmerz, alle Traurigkeit holte ich mir in der Kirche. Wie oft habe ich vor dem Tabernakel gekniet und die Liebe aufgesaugt, die mir hier geschenkt wurde.
Unverschlossene Kirchentüren und Straßen ohne Autos ermöglichten mir den Besuch der nahen Kirche.
Durch unseren guten Priester durften wir Kinder den Wert der kleinen Opfer verstehen und auch lernen, sie zu vollbringen. Mit diesen kleinen Geschenken habe ich den Herrn im Tabernakel überhäuft, um alle Beleidigungen auszugleichen und ihm Freude zu machen. Hier geschah für mich Heilung und Befreiung.
Das gemeinsame Gebet in der Familie enthielt u.a. beim Angelus jeweils die Bitte für die Armen Seelen. Das Leid dieser Seelen hat mein Kinderherz tief berührt. Durch Gebet und Opfer schickte ich viel Liebe an den Ort der Läuterung. Schon damals durfte ich den Dank und die Nähe der Armen Seelen erfahren. Viel von meiner Zeit im Gebet habe ich während meines Lebens diesen Seelen geschenkt.
Im Alter von neun Jahren durfte ich zum ersten Mal den Leib des Herrn empfangen. Diesen Augenblick sehnte ich herbei. Er war Freude und Erfüllung für mich. Ich durfte eins werden mit diesem Jesus, den ich schon so gut kannte und den ich doch so sehr liebte. Alles habe ich ihm damals übergeben - meine Liebe, mein Leben, meine Ewigkeit. Von dieser Stunde an war ich nicht mehr von ihm zu trennen. So oft es mir möglich war, gab ich ihm die Gelegenheit, in mein Herz zu kommen. Nie konnte ich an einer Kirche vorübergehen, ohne ihn im Tabernakel zu besuchen. Nur so konnte ich die Sehnsucht in meinem Herzen stillen. Ich suchte fortwährend die absolute Nähe der Gegenwart Gottes.
Den Leib des Herrn anzuschauen und anzubeten, ausgesetzt in der Monstranz, empfand ich jeweils als höchste Erfüllung meines Christseins. Schon als Kind faszinierte mich dieser Anblick. Die Monstranz war für mich Jesu "schönes Gewand".
Vor dem Priester, der es im Heiligen Geist möglich machte, Jesus auf den Altar, auf die Erde, zu holen, hatte ich große Achtung. Wie gerne wäre auch ich in dieser Weise in die Nachfolge Jesu Christi gegangen.
Da dies nicht möglich war, habe ich mir als Vorbild und Zuflucht das Mutterherz Mariens erwählt. Vor der Madonna meiner Heimatkirche und vor der Gnadenmutter der Klosterkirche Maria Medingen habe ich während meiner Schuljahre viel Zeit verbracht und sie zu meinem Herzen sprechen lassen. Ihr habe ich mein volles Vertrauen geschenkt. Sie hat mich immer mehr zur Quelle der Wahrheit geführt. An ihrer Hand durfte ich zu einer immer tieferen Gottesliebe und Gotteser­kenntnis gelangen.
Die Geheimnisse des Rosenkranzes bereicherten mein Gebetsleben schon während meiner Kindheit und meiner Jugendzeit. Diese Kraftquelle habe ich nie losgelassen. Sie ist ein Teil meines Lebens geworden.
Schon als Kind und besonders in meiner Jugend verspürte ich eine große Liebe zur Heidenmission.
Jede Erzählung, jeden Bericht aus den Missionsgebieten verfolgte ich mit großem Interesse. Die Erlösung Jesu Christi allen Menschen zu vermitteln, dafür war mein Herz offen, dafür lohnte sich jedes Opfer. Noch heute trage ich diese Liebe in meinem Herzen. Durch Gebet und Spenden habe ich an der Arbeit der Missionare teilgenommen.
Ein schweres Kopfleiden, das mir viel Schmerz und Entsagung verursacht hat, sollte mir schon die Jahre meiner Jugend trüben. Der Schmerz stach teilweise wie Dornen in meine Stirne. Die Ursache konnte trotz ärztlicher Bemühungen nicht erkannt und auch nicht geheilt werden. Dieser Schmerz hat mich mein ganzes Leben begleitet. Er ist ein Teil von mir geworden. Da ich den Wert der Opfer schon früh erkennen durfte, konnte ich gerade dieses Leid immer wieder fruchtbar werden lassen für das Reich Gottes.
Im Alter von vierundzwanzig Jahren sprach ich das "ja" im Sakrament der Ehe zu einem Mann, mit dem ich Liebe und Glaube teilen konnte. Es folgten schöne harmonische Jahre der Gemeinsamkeit. Mit drei Kindern durften wir Familie leben.
Dann erkrankte mein Mann sehr infolge seines tierärztlichen Berufes. Sieben Jahre gingen wir gemeinsam einen schweren Weg.
Dann sprach der Herr das "Amen" und holte ihn zu sich.
"Die Liebe Gottes macht keinen Fehler", diese Worte halfen mir, den geliebten Menschen loszulassen und ihn der Herrlichkeit Gottes zu übergeben.
Auf dem Fundament meines bisherigen Lebens hat sich mein weiteres Leben aufgebaut.

Da ich seit Jahren in der Aufklärung über das Dunkel von New Age und Esoterik tätig bin und dieses Zeugnis zum besseren Verständnis dazu beitragen soll, schreibe ich ab jetzt in kleineren Schritten.

Nach dem Tod meines Mannes und Abgabe der Praxis an seine Nachfolger, versuchte ich, meinem Leben einen neuen Sinn zu geben. Ich begann Theologie zu belegen. Nach einem Jahr, nach dem ersten Examen, musste ich abbrechen.
Eine schwere Krankheit, verursacht durch eine infizierte Spritze, veränderte mein Leben total.
Jetzt begann eine Odyssee, die ich mit Worten kaum beschreiben kann. Krankenhausaufenthalte, Operationen in verschiedenen Kliniken, alle Kunst der Ärzte konnten keine Erleichterung bringen. Medikamente verursachten schwere Schocks. Der Hospitalismusproblemkeim konnte mit nichts gefasst werden. Nach den Operationen wurden weitere Problemkeime im Infektionsgebiet nachgewiesen. Die Keime breiteten sich aus, gelangten mit dem Blut in den ganzen Körper. Massive Lymphschwellungen waren die Folge. Alle Organe waren in Mitleidenschaft gezogen. Die Schmerzen waren kaum zu ertragen. In meiner Hüfte brannte ein Feuer, das sich immer weiter ausbreitete. Ich spürte den Zerfall meines Körpers. Ich wurde immer schwächer.
Ich selbst kämpfte mit aller Kraft an, soweit es mir möglich war, gegen diese mir sinnlos erscheinende Krankheit; ich hatte doch einen ganz anderen Plan für mein Leben. Dazu kamen weitere Schwierigkeiten.
Wer sollte die kontinuierlich anfallenden Kosten übernehmen? Wer trägt die Schuld? War es der Arzt, der keine Einmalspritze verwendet hat oder war es der Arzt, der einen innerlich abgekapselten Eiterherd mehrmals angestochen und dadurch die Keime im Gewebe verteilt hat? Gab es ein Recht für mich?
Fragebögen und Schreiben mussten beantwortet werden. Ärztliche Gutachten arbeiteten gegen mich. Ich wurde miteinbezogen in einen materiellen Kampf ohne mein Wollen. Alles überstieg meine physische und psychische Kraft.
In dieser Zeit nahm ich an einer Pilgerreise nach Lourdes teil . Ich spürte die Gnade, die mir hier zuteil wurde. Hier konnte ich alles zurücklassen, was meine Psyche belastete. Hier war auch der Beginn meiner physischen Heilung, auch wenn die Krankheit noch mehr als sieben Jahre dauern sollte. Mit tiefem inneren Frieden habe ich den Gnadenort verlassen. Ich konnte verzeihen und habe allen persönlichen Ansprüchen abgesagt. Mit diesem Frieden ging ich meinen Weg weiter.
Es folgten erneut Maßnahmen zur Bekämpfung der Keime, wieder stationäre Aufenthalte, wieder eine Operation. Es gab nur noch ein Medikament, das labormäßig eventuell noch hätte weiterhelfen können. Aber gerade dieses Medikament konnte nicht eingesetzt werden, da mein Körper allergisch reagierte. Alle med. Möglichkeiten wurden ausgeschöpft. Auch ein verordneter Aufenthalt am Toten Meer in Israel blieb ohne Erfolg.
Die schwierige Lage, in der ich mich befand, wurde mir von Seiten der Ärzte nicht verschwiegen."Den Tod kann man nicht aufhalten", hat mir ein Arzt wörtlich vermittelt. Ich selbst spürte, dass ich den Kampf gegen die Bakterien immer mehr verliere. Ich fühlte, wie meine Kräfte von Jahr zu Jahr schwanden. Ich fühlte mich von der Welt verlassen.
Durch all die Jahre gab es für mich nur eine Quelle, aus der ich trinken konnte, die mir Kraft und Halt gab. Das war meine Kirche, mein Glaube, mein Gott. Alle Schmerzen, alles Leid konnte ich nur mit Jesus ertragen. Mit ihm bin ich diesen schweren Weg gegangen. Mit ihm nur konnte ich verzeihen. Mit ihm habe ich schlaflose Nächte im Gebet verbracht. Bei ihm habe ich mich ausgeweint.

Bedingt durch meine Krankheit begegnete ich nun immer mehr Menschen, die Fähigkeiten und Kräfte hatten, von denen ich zwar gehört hatte, die ich aber nie richtig einordnen konnte. Es war gleichsam wie eine Schule, in der ich lernen sollte.
Menschen mit hellseherischen Fähigkeiten versuchten für mich in die Zukunft zu schauen; andere versuchten, das Pendel mir positiv darzustellen. Ich wurde Freund mit Menschen, die Reiki praktizierten; mir wurden Yogaerlebnisse berichtet. Ich begegnete Menschen, die glaubten, die Wiedergeburt einer bedeutsamen Persönlichkeit zu sein. Auf großen Plakaten wurde esoterische Hypnose angeboten. Plakate luden zu Esoteriktagen, Esoterikmessen ein.
Esoterik war mir damals ein Fremdwort. Wo sollte ich das alles einordnen? Ich wusste es nicht.
Dann kam ich in Verbindung mit Geistheilern; aber nur einer davon war von Bedeutung für mich. Dieser Mann nannte sich selbst "King" der Heiler. Er beherrschte alles, was unter dem Begrif "Magie" zu verstehen ist.
Zu dieser Zeit hatte ich noch keine Erfahrung über New Age -Praktiken und Alternativbehandlungen. Ich ließ mich auf Anraten von Verwandten auf eine Begegnung mit ihm ein. Ich wusste nicht, was mich erwartete.
Schon bei der ersten Begegnung erkannte er sofort mein physisches, nicht heilbares Leiden, aber auch gleichzeitig meine geistige Kraft und geistige Gesundheit. Trotz "geistiger Gesundheit" versuchte er nun, meinen Geist zu heilen, damit die körperliche Heilung nachziehen könnte.
Wie ging nun diese angebliche geistige Heilung?
Papst, Kirche, Priester, Sakramente, meine Moral, wurden belacht, beschimpft und niedergemacht. Wir führten harte Diskussionen. Der Heiler schwitzte, tobte und schrie: "Seit ich Dich kenne, habe ich schlaflose Nächte". "Du trägst einen Geist in Dir, den schaffe ich nicht".
Er versuchte auch, mir mit seinen Händen Kräfte zu übertragen, die meinem Leiden Linderung und eventuell Heilung bringen sollten. Er war im Besitz eines hohen Reikigrades. Seine Kräfte konnten mich nicht erreichen, weil ich mich seiner geistigen Behandlung nicht geöffnet habe.
Ich war auch gestärkt und beschützt durch die Macht der Kirche, der Sakramente und des Wortes Gottes. Ich kämpfte um meine.Überzeugung, für meinen Glauben, für meinen Gott. Ich gab nicht ein Jota ab von dem, was mein Leben ausgemacht hat, was mir heilig war. Der Heiler konnte nicht verstehen, dass eine so kranke Frau geistig so stark sein konnte.
Ca. 5 Monate lang verteidigte ich die Gottsohnschaft Jesu Christi. Ich hatte längst keine Begegnung mehr mit ihm. Er hielt aber telefonisch Kontakt, sicher in Erwartung einer eventuellen Übereinstimmung.
Nach 5 Monaten sagte er wörtlich: "Du hättest mir nur einmal zustimmen müssen, dass Jesus nicht Sohn Gottes ist, dann hätten Dich meine Kräfte erreichen können". "Du bist so unnahbar, aber so stark, Dich schafft keiner". Er wollte mir auch das geistig magische Auge vermitteln.
Dieser Mann konnte nicht nur heilen mit Hilfe der dunklen Macht. Er verfügte über sämtliche Fähigkeiten, die ihm halfen, die Menschen täuschend zu führen und zu beeinflussen.
Wörtlich rief er während einer Diskussion aus: "Und wenn Satan Gutes tut, stelle ich mich ihm zur Verfügung". Dieses angebliche Gute deckte er mit dem Mantel der "weißen Magie". Weiß oder schwarz, beides kommt aus dem gleichen Kanal, beides bewirkt die gleiche Kraft. Magie hat niemals etwas zu tun mit Gott.
Dieser Geistheiler war ein guter Lehrmeister für meine spätere Tätigkeit der Aufklärung. Vieles konnte ich von ihm erfahren und hören, was auch anderen Menschen hilft, dieses Dunkel zu erkennen. Nicht jeder Heiler verfügt über die gleichen Fähigkeiten, die gleichen Kräfte. Es sind gute Menschen, die helfen wollen. Sie sind von der Finsternis getäuscht und in die Irre geführt.

Zehn Jahre ging ich mit dieser unheilbaren Krankheit. Die Schmerzen wurden stärker, unerträglich. Hoffnung auf Heilung gab es schon lange nicht mehr.
Ich spürte, dass mein Körper den Kampf gegen die Bakterien aufgegeben hat. In meiner Schwäche konnte ich kaum noch gehen. Tagelang reichte meine Kraft nur noch vom Sofa im Wohnzimmer bis zum Liegestuhl im Garten. Da meine Kinder zu dieser Zeit beim Studium außer Haus waren, hatte ich Zeit für mich. Ich hatte Zeit, die Natur zu betrachten, meinen Mitmenschen zuzuhören und vor allem, zum Beten. Stundenlang habe ich im geistigen Verweilen beim Herrn verbracht. Im Gebet durfte ich erkennen, dass ich mich ganz der Liebe Gottes ausliefern soll, dass ich ein absolutes "ja" zum Willen Gottes sprechen soll. Ich habe es getan. Ich habe mich ganz und gar dem göttlichen Willen übergeben und mich seiner Liebe anvertraut.
Ich wusste nicht, war es ein "ja" zum Leben oder zum Sterben. Um Heilung habe ich nie mehr gebeten, mein "ja" stand fest.
Die ganze Hüfte war vereitert bis zur Knochenhaut. Alle Organe zeigten die Belastung der Infektion. Leber, Milz und Lymphen waren übergroß geschwollen. Kernspinaufnahmen zeigten starke Veränderungen im Rückenmark. Ich hatte Herzbeschwerden, ein stark verändertes Blutbild, einen Nierenstein, Seh- und Hörstörungen. Die Schmerzen waren so heftig, dass seit Monaten an Schlaf kaum zu denken war. Für mich gab es keine Zeit mehr. Ich wartete vom Morgen auf den Abend und vom Abend auf den Morgen. Mein Beten war: "Nimm mich und mache daraus, was Deine Liebe daraus machen will". Es war August 1993.
Noch einmal sollte ein Frontalangriff auf die Keime gemacht werden. Im Klinikum war Zimmer und Bett bestellt. Alles kranke infizierte Gewebe sollte abgetragen werden, ein riskanter Eingriff. Mein Internist und ein Mikrobiologe rieten mir konsequent ab. Nach Ansicht dieser Ärzte war alles zu weit fortgeschritten, der Versuch hoffnungslos.
 "Wenn Sie diese Operation überstehen, wartet auf Sie der Rollstuhl", war die weitere Prognose. Meine Schmerzen ließen mir aber keine Wahl. Ich wollte noch einmal alles riskieren.
Neun Tage hatte ich noch Zeit, genau die Zeit für eine Novene. Im Beten zum Unbefleckten Herzen Mariä wollte ich mir Rat holen. Ich bat nicht um Heilung, ich bat um die Erkenntnis des Willens Gottes.
Sie, die Mutter, die selbst im Vertrauen auf den Herrn ihr "Fiat" gesprochen hat, wird auch mir in meinem Vertrauen den rechten Weg weisen.
"Tut, was ER euch sagt", sprach sie vor dem ersten Wunder Jesu in Kana. Sie wies auf Jesus, ihren Sohn. "Tu, was ER dir sagt", hörte ich auch in meinem Herzen. Sie wies meinen Blick auf das Kreuz.
Jesu Kreuz gab mir Kraft, Licht und Hoffnung. In der Betrachtung seines Leidens wurde ich ihm mit meinem Leid und Schmerz immer ähnlicher. Nicht mehr ich lebte, ER, Jesus, lebte in mir. In dieser Auslieferung an das göttliche "Du", hat Jesus meine Todeskrankheit in einem einzigen Augenblick von mir genommen. Ich spürte die Berührung seiner Hand. Sie hat das Feuer aus meinem Körper gezogen.
Die Zeit war erfüllt. Es geschah in der Nacht vom 4. auf den 5. Tag der Novene während vertrauter Zwiesprache mit dem Herrn am Kreuz. Ich fiel in einen tiefen Schlaf.
Als ich morgens erwachte, begrüßte mich die Sonne, die Vögel sangen und in meinem Herzen war unendlicher Friede.
Ich war erwacht in ein neues Leben. Alle Spuren der Krankheit waren weg.
Es gab keine Organschwellungen mehr, keine Lymphbeschwerden, keine Schmerzen. Die nächste Kontrolle zeigte bestes Blut.
Diese Heilung bekam ich nicht für mich, sondern für meine Mitmenschen.

Schon zwei Jahre zuvor zeigte mir der Himmel in einer Vision ein Dunkel, das sich wie ein Netz über die ganze Erde ausbreitete. Diese Schau öffnete mein Verstehen. Mein geistiges Auge erfasste in einem einzigen Augenblick die Verblendung, die von diesem Dunkel ausging. Ich erkannte die Macht, die dahinter steht. Ich erfasste die ganze Tragweite der weltweiten Verführung des New Age.
Ich bekam auch die klare Erkenntnis über alle Begegnungen, die ich während der vergangenen Jahre mit esoterischen Menschen hatte. Diese Schau überstieg meine psychischen Kräfte. Ich verfiel in eine tiefe Traurigkeit. Bitter weinend habe ich in einer Kirche Zuflucht gesucht. Da hörte ich Jesus akustisch zu mir sprechen. Es war die liebevollste Stimme, die je zu mir gesprochen hat.
"Warum bist Du so traurig? Ich war doch dabei! Ich musste Dich ins Dunkel führen, wie hättest Du sonst erkennen können. Du musstest das Dunkel erkennen, damit andere davor bewahrt bleiben - Deine Brüder und Schwestern. Die jetzt gegen mich sind, werden dann für mich sein. Meine Herrlichkeit halte ich für alle bereit".
Alle Traurigkeit war in diesem Augenblick verschwunden. Ich fühlte mich leicht und frei.
Aber was sollte ich mit diesen Worten Jesu anfangen, gab es für mich medizinisch gesehen doch keine Zukunft mehr? Wie sollte ich den Auftrag Jesu erfüllen? Ich wusste es nicht.
Die ewige Liebe geht mit jedem Menschen einen ihm eigenen Weg. Es ist gleichsam der Gang Gottes durch seine Seele. Die ganze Biographie eines Menschen läuft im Herzen Gottes ab. Auch mein Weg war im Liebesplan Gottes vorgesehen.
Schon 1986 ließ mich eine Ordensschwester des Hl. Benedikt, eine ehemaligen Lehrerin, wissen, dass sie seit 25 Jahren für mich bete, dass ich ihr sogar gebetspflichtig bin. Sie schrieb, dass sie im Gebet erkennen durfte, dass mir für die Zukunft eine schwere Aufgabe zugedacht ist.
Ich konnte mit dieser Prophezeiung nichts anfangen, aber ich behielt diese Worte in meinem Herzen.
Ein Pallottinerpater, der um meine unheilbare Krankheit und um den Auftrag Jesu wusste, machte mir Mut mit den Worten: "Im Geist Gottes geschehen Wunder. Wenn der Geist es will, dann warte!"
Das Wunder im Geist Gottes ist geschehen und ich begann zu sprechen. Seit 15 Jahren arbeite ich nun im Dienst der christlichen Aufklärung.
- Wenn wir versuchen, geistige Dinge weiterzugeben, wenn wir missionarisch tätig sind, kommen wir immer wieder an einen Punkt, wo wir erkennen, wie hilflos, schwach und kraftlos wir sind.
Da kommt dann verstärkt die Kraft des Hl. Geistes und bewirkt das und noch mehr, was wir nicht können, durch uns. Dann geschehen Dinge, die gar nicht unser Werk sind, wo wir aber Werkzeug in unserer Schwäche und durch unseren Willen geworden sind. -
Diese Kraft des Hl. Geistes darf ich immer wieder erfahren, wenn ich mich als Werkzeug im Dienst am Nächsten zur Verfügung stelle.
Im Jahre 1996 habe ich mich dem Unbefleckten Herzen Mariens geweiht und sie als Schutzherrin meines Apostolates erwählt.
Im Jahre 1999, im Jahr Gott des Vaters, habe ich mein Leben dem Dreieinigen Gott übergeben.
Bischof Dr. Walter Mixa, Bischof meiner Diözese Augsburg, übermittelte mir schriftlich seinen Segen. Er schreibt u.a.: "Es ist von großer Wichtigkeit auf die Gefahren dieser Strömungen hinzuweisen, die besonders da Raum greifen, wo der christliche Glaube verdunstet."
Heiliger Geist, in Liebe und Ehrfurcht bete ich Dich an. Höre nicht auf, mich nach Deiner Weisheit zu verändern. Öffne mich für Deine Weisungen; gib mir die Gnade, sie zu erkennen und die Kraft, sie auszuführen.

Amen.

 

Gebet:

Herr, mein Gott, wie unfassbar groß bist Du!
Deine Größe kann ich nur erahnen.
Staunend stehe ich vor Dir, mein Schöpfer.
Du allumfassende Weisheit.
Du Ursprung allen Seins.
Du Herr über alles Leben.
Du bist Ewigkeit.
Du hast Vollkommenes geschaffen.
Deine Gedanken sind Kraft und Macht. Du bist Liebe.
Du bist da.
Du bist Vater für Gerechte und Ungerechte.
Du wirst alles vollenden.
Dein Geist durchströmt Dein Geschaffenes.
Dein Licht überdauert alle Ewigkeit.
Deine Herrschaft ist ohne Ende. Du bist König.
Deine Herrlichkeit hältst Du für alle bereit.
Du wirst alle in Christus Erlösten Deinem Reich zuführen.
Allmächtiger, wie klein bin ich vor Dir.
Staunend kann ich nur vor Dir stehen.
Nur erahnen kann ich Deine Größe.
Ich bin Dein Geschöpf, ein Gedanke von Dir - von Dir geliebt.
Dein Atem durchströmt mein Wesen.
Vater, ich will Dich lieben.
Nimm den Versuch meiner Liebe an.
Vater, ich suche Dich und Deine Wahrheit - stehe mit Deinem Geist über mir.
Sprich zu mir, ich höre auf Deine Stimme.
Lass mich Dich immer mehr erkennen.
Lass meine Seele nie berührt werden vom verderblichen Hauch der Finsternis.
Vater, mein Leben ist Geschenk.
Lass es mich leben in und mit Dir.
Dein göttlicher Wille leite und führe mich.
Nimm mich ganz.
Herr, mein Gott, ich bete Dich an.
Lass mein Leben ein immerwährender Lobpreis für Dich sein.

Ich trage eine Sehnsucht in mir.
Sie ist immer gegenwärtig.
Sie ist ein Teil meines Wesens.
Es ist Sehnsucht nach dem Sinn meines Daseins.
Ich sehne mich nach dem Ewigen und Unsterblichen.
Ich sehne mich nach einem Licht, das alle Dunkelheit erhellt.
Ich sehne mich, hineingenommen zu werden in eine Liebe, die Vollkommenheit ist.
Ich sehne mich nach einer Schönheit, deren Glanz die Seele in Entzücken versetzt.
Ich sehne mich nach einer Weisheit, die die Welt nicht geben kann.
Ich sehne mich nach dem wahren Leben.
Die Sehnsucht in mir trägt Deinen Namen - Gott.
Ich habe Sehnsucht, eins zu sein mit Dir, dem Göttlichen,
Vater,  Sohn und Hl. Geist.

 

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