4. Februar 2007    Zeugnisübersicht

Mein Name ist Gerhard Obermann und ich möchte hier aus zweiter Hand Zeugnis für jemanden geben, der hier namentlich nicht genannt werden will. Obwohl meine eigene Krankengeschichte hier wenig von Bedeutung ist, so stellt sie zumindest eine Brücke zu den Gegebenheiten dar, die sich damals ereignet haben.

Ich selbst hatte im Februar 2002 einen schweren Schiunfall in Leogang (Nähe Zell am See), bei dem ich nur durch Gottes Gnade einer Querschnittlähmung entgangen bin. Der Sturz war so verhängnisvoll, dass ich, nach dem ich wieder bei Bewusstsein war, vom Hals abwärts weder etwas bewegen, noch das Geringste spüren konnte, also für die erste Zeit vollkommen gelähmt war. Zu diesem Zeitpunkt glaubte ich mit Gewissheit, dass ich mir das Genick gebrochen hätte.
Der Notarzthubschrauber des ÖAMTC brachte mich auf dem schnellsten Weg ins Krankenhaus Zell am See, wo man auf Grund von fehlenden medizinischen Spezialgeräten nur wenig feststellen konnte. Erst im Lorenz-Böhler-Krankenhaus in Wien konnten die Ärzte aufgrund von umfangreichen Untersuchungen diagnostizieren, dass der Hauptnervenstrang im Halsbereich der Wirbelsäule teilweise durchtrennt, teilweise „nur“ gequetscht war.
Zum Zeitpunkt der Entlassung aus dem Krankenhaus hatte sich so manches gebessert, jedoch war mein Bewegungsapparat in schwerste Mitleidenschaft gezogen und meine rechte Hand war vollkommen bewegungslos. Überall im ganzen Körper machten sich leichte Lähmungen bemerkbar.
Nach kurzem „Heimurlaub“ wurde ich schließlich in die Rehabilitationsanstalt „Weißer Hof“ (Nähe Klosterneuburg bei Wien) überstellt.
In diesem gewaltigen Gebäudekomplex war eine fast unüberschaubare Anzahl von Patienten untergebracht, von Querschnittgelähmten, über Patienten mit fehlenden Gliedmaßen bis zu Verunfallten, bei denen kaum ein Knochen heil geblieben war. Ich hatte schnell begriffen, dass ich einer der leichteren Fälle war.
In meinem Krankenzimmer lernte ich einen jungen Mann kennen, der etwa 3 Wochen mein Bettnachbar gewesen ist. Es war ein 18jähriger Bursch, der mir durch seine nette, ruhige Art schon nach kurzer Zeit sympathisch war und mit dem ich so manches Gespräch geführt habe. Dieser junge Mann erzählte mir schon kurz nach unserem Kennenlernen von seiner schweren Krankheit und wie es dazu gekommen war:

Am 27. Mai 2001 war er zusammen mit seinem Freund damit beschäftigt, eine Reparatur am Fahrzeug eines Bekannten durchzuführen. Während dieser Tätigkeit verspürte er plötzlich eine starke Übelkeit und so brachte ihn sein Freund in die Wohnung seiner Mutter, wo er gleich darauf das Bewusstsein verlor. Sein Hausarzt, der eilends gekommen war, erkannte zumindest, dass es sich um etwas Gravierendes handeln musste, und überwies ihn, ohne selbst eine Ursache feststellen zu können, sofort ins Krankenhaus. Von dort wurde er nach einer eingehenden Untersuchung in die Unfallabteilung des Landeskrankenhauses Graz überstellt, wo man eine Gehirnblutung diagnostizierte, über deren Ursache man sich aber nicht im Klaren war.
Da darüber Einigkeit herrschte, dass der Zustand des jungen Mannes äußerst lebensbedrohlich war, konnte man nicht lange zuwarten und deshalb wurde in Rekordtempo die Operation vorbereitet. Man war sich auch darüber im Klaren, dass der darauf folgende chirurgische Eingriff  voller Risiken sein würde, doch man hatte keine andere Wahl.
Anfänglich schien mit der Operation alles gut zu klappen, doch während des Eingriffs erlitt der junge Mann plötzlich einen Herzstillstand. Es wurde mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln eine Wiederbelebung eingeleitet und wie durch ein Wunder begann sein Herz wieder zu schlagen. So konnte, Gott sei Dank, die lebensnotwendige Stillung der Gehirnblutung zu Ende geführt werden.
Doch die Ängste der Eltern des jungen Mannes waren noch nicht ausgestanden, denn nach dem Nachlassen der Narkoseeinwirkung wartete man vergebens auf ein Erwachen. So sehr man sich auch bemühte, ihn „zum Leben zu erwecken“, es war alles vergeblich, denn er war in ein tiefes Koma gefallen. Zu diesem Zeitpunkt räumten ihm die Ärzte lediglich eine zweiprozentige Überlebenschance ein und man war sich außerdem sicher, dass er, falls er überleben sollte, querschnittgelähmt sein und zusätzlich geistig schwerst behindert sein werde.
Auch die Eltern des damals 17jährigen gaben nach einigen Wochen schon beinahe die Hoffnung auf, dass sie ihren Sohn jemals lebend wiedersehen würden. Je weiter die Zeit voranschritt, umso mehr schwanden die Hoffnungsschimmer.
Doch eines Tages geschah das Unerwartete und der junge Mann schlug plötzlich die Augen auf. Er war nach mehr als 2 Monaten aus dem Koma erwacht. So freudenreich dieses Ereignis für die Eltern und Verwandten zunächst schien, verwandelte es sich bald wieder in tiefe Resignation als man feststellte, dass der geistige Zustand des 17jährigen sehr gelitten hatte. Auch dessen körperliche Verfassung war mehr als beunruhigend, denn der Körper des Patienten wies schwere Lähmungen auf.
Doch wie durch ein Wunder verbesserte sich der Zustand des jungen Mannes verhältismäßig rasch. So verbrachte dieser noch längere Zeit im Krankenhaus und nachdem man dort nicht viel  für ihn tun konnte, wurde er vorläufig nach Hause und kurze Zeit darauf in die Rehabilitationsanstalt „Weißer Hof“ überstellt, wo man begann, seine körperlichen und geistigen Fähigkeiten durch permanentes Training zu verbessern. So blieb er mehr als ein halbes Jahr in dieser Anstalt, wobei sich die letzen drei Wochen seines Aufenthalts mit meiner Anwesenheit überschnitten.
An eine seiner Aussagen, die er mir gegenüber gemacht hat, kann ich mich noch gut erinnern, als er sagte, dass er seit der Zeit, als er aus dem Koma erwacht ist, keine Angst mehr vor dem Sterben hat. Zu diesem Zeitpunkt konnte ich seine Denkweise aber noch nicht wirklich begreifen. Heute weiß ich natürlich nur zu genau, was er damit sagen wollte . . .
Ich kann mich außerdem noch gut entsinnen, wie er sich auf seine Entlassung vom Weißen Hof gefreut hat. Bevor wir uns verabschiedeten und uns gegenseitig alles Gute für die Zukunft gewünscht haben, tauschten wir noch unsere Handynummern aus, damit wir von Zeit zu Zeit von unseren Fortschritten berichten konnten.
Mittlerweile sind fast 5 Jahre seit unserer ersten Begegnung vergangen, doch wir stehen noch immer miteinander in Kontakt, auch wenn die Zeitspannen größer werden. Erst vor kurzer Zeit habe ich mich darüber gefreut, als ich in meiner Mailbox wieder einmal eine Nachricht von meinem jungen Freund vorgefunden habe.
In meinem Antwortschreiben habe ich ihn dann etwas gefragt, was ich schon länger von ihm wissen wollte, nur habe ich mich bis zu diesem Zeitpunkt zurückgehalten. Meine Frage an ihn lautete, ob er während seiner Operation bzw. seines Komas ein Nah-Tod-Erlebnis gehabt habe. Dieses Thema hat bei mir deshalb so einen hohen Stellenwert, weil ich meinen Glauben eben durch das Wissen um die Existenz derartiger Phänomene so sehr vertiefen konnte (siehe mein persönliches Zeugnis, ganz unten). Ich erwartete, dass er mir in seiner nächsten E-Mail mitteilen wird, was ich überhaupt mit dieser Frage ausdrücken will. Doch in seiner Nachricht, die er mir gleich am nächsten Tag übermittelte, stand wörtlich: „Ja, ich hab eine Nah-Tod-Erfahrung gehabt. Ich bin durch einen Tunnel gegangen und am Ende war ein helles Licht. Ein Leben nach dem Tod gibt es, das schwör ich dir.“
Er schlug mir vor, am Telefon alles ausführlich zu erzählen und so führten wir nach ein paar Tagen ein etwa einstündiges Telefongespräch, in dem er mir genau beschrieb, wie sich alles zugetragen hatte. Ich war tief davon beeindruckt, was er mir da mitteilte, obwohl ich schon einige Bücher über Nahtoderlebnisse gelesen hatte . . .
Ich fragte ihn anschließend, ob es ihm etwas ausmachen würde, wenn ich sein Zeugnis in der Website unseres Gebetskreises veröffentliche. Da es ihm aber unangenehm war, damit an die Öffentlichkeit zu gehen, machte ich ihm den Vorschlag, dass alles anonym bleiben sollte. Deshalb willigte er ein und ich schildere hier aus seiner Sicht sein Nahtoderlebnis . . . .

Es passierte während der Gehirnoperation . . .

Ich bewegte mich mit einem Mal durch einen schwarzen Tunnel, an dessen Ende ein ausnehmend helles Licht erstrahlte, das aber nicht blendete. Ich hatte anschließend eine Begegnung mit diesem Licht, von dem eine derartige Liebe ausging, die ich vorher noch nie erlebt hatte. Es stellte sich daraufhin eine tiefe innere Ruhe und ein Frieden ein, den ich in meinem Leben bisher noch niemals empfunden hatte.

Nach dieser Begegnung kam ich zu einem goldbraunen, schmiedeeisernen Tor, das verschlossen war, auf dem aber ein Schlüssel steckte. Durch die Gitterstäbe sah ich eine Wohnsiedlung, die ich gut kannte, weil sie mir von Kindheit an sehr vertraut war. Es war nur eine geringe Anzahl von Menschen zu sehen. Das eigenartige daran war, dass sich in dieser Siedlung nur Personen aufhielten, die bereits verstorben waren, die ich aber alle kannte und die in dieser Siedlung, die es auf Erden wirklich gibt, einmal gewohnt haben.
Die Umgebung war derartig schön und strahlte eine solche Faszination aus, dass ich von hier nicht mehr weg wollte. Es ist mir mit sprachlichen Formulierungen ganz einfach nicht möglich, auszudrücken, welches Entzücken der Anblick durch das Tor in mir ausgelöst hatte.
Ich wollte den Schlüssel, der auf dem Tor steckte, umdrehen und aufsperren, um in das Anwesen zu gelangen, doch der Bart des Schlüssels brach plötzlich ab und das Tor gab den Weg nicht frei. Ich spüre heute noch die bittere Enttäuschung, die mich damals überkam, weil ich nicht hinein durfte.

So musste ich schließlich den Rückweg antreten. Auf dem Weg dorthin kam mir plötzliche meine Tante entgegen, die schon vor etwa 20 Jahren gestorben war und sagte mir in einer liebevollen, aber bestimmenden Art, dass ich zurück ins irdische Leben müsse. Es ging von ihr eine ungewöhnlich starke Liebe aus, und auf ihre ausdrückliche Empfehlung, entschloss ich mich schweren Herzens und trotz inneren Widerstrebens, den beglückenden Ort zu verlassen.

Auf dem Weg zurück befand ich mich plötzlich in einem Operationssaal und schwebte etwas unterhalb der Zimmerdecke. Es waren hier Ärzte und einige Krankenschwestern anwesend, die gerade eine Operation durchführten. Mir war schnell bewusst, dass die Person, die gerade operiert wurde, ich selbst war. Trotzdem war ich keineswegs beunruhigt. Ich sah bei der Operation zu, hörte was Ärzte und Krankenschwestern sagten und konnte zu einem späteren Zeitpunkt genau beschreiben, wie die Krankenschwestern und Ärzte gekleidet waren und welche Instrumente und Hilfsmittel zur Operation verwendet wurden. Ich konnte genau sehen, wie ein Arzt mit einem Tupfer das Blut von der Wunde, die durch die geöffnete Schädeldecke entstanden war, entfernte.
Was dann weiter passierte und wie ich in meinen Körper zurückkam . . . - an das kann ich mich nicht mehr erinnern.
Längere Zeit später bestätigte mir eine Krankenschwester, die bei meiner OP dabei war, dass alles das, was ich gesehen hatte, der Wahrheit entsprach.
Ich bin vollkommen überzeugt, dass mein Erlebnis nicht von dieser Welt, aber mit 100prozentiger Sicherheit Realität gewesen ist. Diese Wahrnehmungen und die Liebe die ich empfunden hatte, sind ganz einfach auf dieser Welt, in der wir leben, nicht möglich.

Ich habe seit dieser Zeit mein Leben total umgestellt und lebe viel bewusster, da ich jetzt weiß, dass es ein Leben nach dem Tode gibt, obwohl ich das früher nicht für möglich gehalten habe.

Als ich zu einem späteren Zeitpunkt meine Erlebnisse, die ich während meiner Operation hatte, meiner Mutter erzählte, die von Beruf Krankenschwester ist, wies sie mich darauf hin, dass ich ein Nahtoderlebnis gehabt habe. Ich selbst hatte bis zu diesem Zeitpunkt von einem derartigen Phänomen noch nie etwas gehört . . .

A. K.



Da ich aus mehreren Büchern weiß, dass solche Nahtoderfahrungen mit Sicherheit keine Einbildungen oder Halluzinationen sind, weil es vielfach Beweise dafür gibt und manche Sachverhalte einer Überprüfung standgehalten haben, war es mir ein großes Anliegen, dieses Zeugnis hier zu veröffentlichen. Leider wird dieses Thema durch die Esoterik oft missbraucht und mit Wiedergeburt und Totenbefragung in Verbindung gebracht.
Ich habe vor einiger Zeit auch mit Anneliese Scherer über dieses Thema gesprochen, die mir ebenfalls bestätigt hat, dass Nahtoderfahrungen reell sind und den Betreffenden meist die Einsicht geschenkt wird, sein Leben umzustellen, aber keinesfalls mit Esoterik zu tun haben.

Gerhard Obermann

 

Zeugnisübersicht