Martina Schmilewski

hat uns während des Heilungseinkehrtages im Juni 2015 in Klein-Mariazell mündlich Zeugnis gegeben über ihren Weg aus der Esoterik. -  Siehe Rubrik "Zeugnisse"

Schon vor mehreren Jahren hat sie uns dieses Zeugnis sowohl in schriftlicher Form (als Kurzversion, siehe nachstehend) als auch als Audio-Datei (siehe Rubrik "Downloadbereich") zur Verfügung gestellt.

     











 
Im November 2014 ist dieses Zeugnis als detailgetreue Version auch als Buch mit dem Titel
"
Geistheilung? . . . . .  MEIN WEG AUS DER ESOTERIK" erschienen und ist im Buchhandel oder direkt beim Danielis Verlag zu beziehen.

ISBN: 978-3-936004-11-3
Taschenbuch, 96 Seiten
Preis: € 6.00


Durch dieses Zeugnis möchte sie Gott loben und preisen und Ihm für Seine Hilfe und Seine Gnaden danken. Er hat sie aus der Hand des Bösen befreit, denn sie war in die Falle Satans geraten.
Es war diese geschickt gelegte Falle der Esoterik und der esoterischen Heilmethoden.
Durch ihre persönlichen Erfahrungen möchte sie ihre Brüder und Schwestern warnen und sie vor dem gleichen Fehler bewahren.



 
 

Von Jesus aus der Esoterik gerettet (Kurzversion)

Zeugnis über die Gefahren der esoterischen Heilmethoden

© Copyright Martina Schmilewski / 2012

   
Für den Ausdruck eignet sich die pdf-Version (7 Seiten)
 

Dieses Zeugnis ist mein persönlicher Dank an meinen Retter und Herrn Jesus Christus, der mich aus der Verirrung in die Esoterik gerettet hat und mich aus den Fängen des Teufels befreite. Als gläubige Katholikin suchte ich für mich und meine Familie Heilung durch esoterische Heilmethoden und geriet dadurch in große Gefahr. 
Voller Freude und Dankbarkeit bezeuge ich Gottes wunderbare Allmacht, Barmherzigkeit und Liebe in meinem Leben und die Gnade einer tiefen Bekehrung, die Er mir im Jahr 2004 schenkte.
 

Mein Weg in die Esoterik

Alles begann im Jahr 1991. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich niemals zuvor etwas mit esoterischen Praktiken zu tun gehabt. Mit meinem Ehemann und unseren beiden Söhnen führte ich ein völlig normales, unauffälliges Familienleben. Allerdings war ich viel zu viel mit weltlichen Dingen beschäftigt, die ich für so wichtig hielt. Meine alltäglichen Aufgaben und Pflichten nahmen meine ganze Zeit in Anspruch. Auch konnte ich mit meinem evangelischen Ehemann kein gemeinsames aktives katholisches Glaubensleben führen, und so wurde ich immer nachlässiger und lauer, meinen katholischen Glauben zu praktizieren. Ich ging nicht mehr zur Hl. Messe und betete immer weniger. Doch habe ich mir damals ernsthaft vorgenommen, mich später wieder um mein Glaubensleben zu kümmern, wenn ich mehr Zeit haben würde.
In dieser Situation erkrankten unser zweijähriger Sohn und ich an Neurodermitis. Da wir uns keiner langwierigen, nebenwirkungsreichen Kortisonbehandlung unterziehen wollten, ging ich auf Empfehlung einer Bekannten zu einer Heilerin, die angeblich mit göttlicher Kraft, die durch ihre Hände floss, große Heilerfolge erzielte. Und dies dann auch bei uns beiden. Diese sehr sympathische Frau führte lange Gespräche mit mir, in denen sie häufig über die Ursachen von Krankheiten und Leid und über das esoterische Weltbild sprach. Ich ließ mich bereitwillig auf die Gespräche ein, denn die Frage nach dem Leid in der Welt beschäftigte mich bereits seit meiner Jugendzeit sehr.
Fasziniert von der wunderbaren Heilung unserer Neurodermitis und aufgrund mangelhafter Kenntnis der Heiligen Schrift erschien mir die Theorie des Karmas, die mir die Heilerin darlegte, durchaus einleuchtend. Ich kam mit der fernöstlichen Heilslehre von Energien, Schwingungen und Energieblockaden als Ursache von Krankheiten in Berührung. Zum ersten Mal hörte ich bei der Heilerin, dass chronische Krankheiten und Schicksalsschläge sogar die Folge von Fehlverhalten aus früheren Leben sein können, wie es die Lehre der Wiedergeburt vertritt.
Wenn ich diese neue Sichtweise auch anfangs ablehnte, lösten sich mit der Zeit mehr und mehr meine inneren Blockaden. Ohne Probleme kombinierte ich die katholische Lehre mit dem fernöstlichen Gedankengut, denn durch die esoterische Heilbehandlung war ich unbemerkt verblendet und für die Wahrheit blind geworden. Plötzlich fiel mir auf, dass sich viele gute Freunde, die ich schätzte, darunter katholische und evangelische Christen, mit diversen esoterischen Heilpraktiken und der sogenannten alternativen Medizin beschäftigten, was mich ermutigte, all dem Glauben zu schenken. Bestärkt durch die sichtbaren Heilerfolge, wollte ich nun die esoterische Lehre und die Wirkung ihrer Heilmethoden besser kennenlernen.

Daher las ich viele Bücher zu diesem Thema und nahm an Veranstaltungen medial begabter Menschen teil. Alles faszinierte mich. Ich glaubte an die esoterischen Erklärungsversuche, die Krankheiten mit gestörtem Energiegleichgewicht, Blockaden, Karma und der Wiedergeburtslehre begründen. Und so meinte ich, in der fernöstlichen Theorie des Karmas nun endlich eine befriedigende Antwort auf die Frage nach der Ursache und dem Sinn des Leidens gefunden zu haben. Da die esoterische Literatur sehr viele Begriffe des Christentums benutzt, erkannte ich sie nicht als Irrlehre. Doch in Wirklichkeit entfernte ich mich gedanklich immer weiter von meinem Glauben an Jesus Christus.

Die Esoterik lehrt, dass der Mensch das Göttliche vollkommen in sich trägt, d. h. selbst Gott ist, und durch eigene Anstrengungen zur Vollkommenheit gelangt. Das aber bedeutet nichts anderes als Selbsterlösung. Das Geschöpf ist unabhängig vom Schöpfer. Der Mensch braucht keinen Erlöser mehr, keine Vergebung, keine Gnade und kein persönliches Gebet. An die Stelle unseres Dreifaltigen Gottes, zu dem jedes Gotteskind eine persönliche und liebevolle Beziehung haben kann, setzt die Esoterik ein unpersönliches, kosmisches Gottesbild, das auch „kosmische“ oder „universelle“ Lebenskraft genannt wird. Es wird behauptet, dass aus der Unendlichkeit des Kosmos eine universelle Lebensenergie ausströmt, die alles durchdringt, alles erhält und mit der der Mensch im Einklang sein muss, um gesund und glücklich zu sein. Dies kann man mit Hilfe esoterischer Heilmethoden und Techniken erreichen, durch Yoga und fernöstliche Meditation. Dieses „Einswerden“ mit dem Kosmos gilt in der Esoterik als höchstes Lebensziel. Man benötigt in der Regel viele Leben zur Erreichung dieses Zieles.

Esoterische Heilmethoden unter christlichem Mantel

Im Dezember 2000 hörte ich von einer neuen Heilpraktikerin in unserer Stadt, die über besondere Heilfähigkeiten verfügen sollte. Aufgrund der positiven Erfahrungen im Jahr 1991 bei unserer Neurodermitis wollte ich meine Allergie von ihr behandeln lassen. Auch sie machte einen seriösen Eindruck, war eine sympathische, bodenständige Frau und evangelische Christin, so dass ich gleich Vertrauen zu ihr fasste. Ihre Behandlungsmethoden deckten ein weites esoterisches Spektrum ab: Homöopathie, Schüßler-Salze, Bachblüten, Antlitzdiagnose, Energiearbeit, Reiki, Besprechen von Krankheiten und diverse weitere esoterische Heilmethoden. Bei ihr begegnete mir nun erneut diese Vermischung aus fernöstlichem, esoterischem Denken, verbunden mit vertrauten christlichen Elementen, was ich mittlerweile als „normal“ empfand.
Diese Heilpraktikerin hatte große Erfolge, denn sie besaß mediale Fähigkeiten. Sie sprach offen darüber, dass sie mit Engeln geistig in Kontakt stand, die ihr beim Heilen halfen. Außerdem pendelte sie alle Therapien und Heilmittel aus, mit schnellenund sichtbarenHeilerfolgen. Das Pendeln und den geistigen Verkehr mit den Engeln erklärte sie mir als Gabe Gottes, die ihr für das Heilen von Gott gegeben worden sei.
Für mich waren das völlig neue Erfahrungen. Die Heilpraktikerin sprach oft von ihrem Glauben an Gott. Ich sah ihre Bibel und sogar eine Jesus-Statue in ihrem Behandlungsraum. Geblendet durch den christlichen Anschein dieser Frau, durch die sichtbaren Heilerfolge, sowie durch meine eigene Akzeptanz esoterisch-fernöstlichen Gedankengutes, ließ ich mich und meine Familie von ihr behandeln. Erst viel zu spät merkte ich, dass ich mich bei dieser Frau auf okkultem Gebiet befand, denn ihre medialen Heilfähigkeiten wurden in Wirklichkeit von Mächten der Finsternis hervorgerufen. In meiner Unerfahrenheit hatte ich aber keinen Zweifel an ihren angeblich „göttlichen Heilungsgaben“. Damals glaubte ich, alles, was heilt, müsse gut sein und von Gott kommen.
Ich wusste zu diesem Zeitpunkt nicht, dass auch der Teufel Heilungen vortäuschen kann. Es sind Scheinheilungen, bei denen die ursprünglichen Krankheiten oder Probleme zwar „geheilt“ erscheinen, in Wirklichkeit aber nur auf andere Bereiche verschoben werden. Zwar verschwindet der körperliche Schmerz oder die Neurodermitis nach der okkult-esoterischen Behandlung; dafür aber tauchen einige Zeit später, manches Mal erst nach Jahren, neue Probleme auf, die nicht mehr nur den Körper, sondern auch die Seele und den Geist betreffen können. Oft treten andere körperliche Krankheiten auf, aber auch psychische Probleme, Ängste, Alpträume, Aggressionen, Streit, menschliche Beziehungsstörungen und sogar Störungen in der Gottesbeziehung, wie Blockaden beim Beten oder plötzliche Abneigung gegenüber göttlichen Dingen. Der Teufel tarnt seine zerstörerischen Absichten unbemerkt mit den angeblich „sanften“ esoterischen Heilmethoden. Er täuscht Heilungen vor, damit man sich darauf einlässt und er so Macht über die Menschen bekommt, um ihrer Seele zu schaden.

Statt zu Ärzten, gingen wir mit unseren Krankheiten nun meistens zu dieser Heilpraktikerin. Bei meinem ältesten Sohn traten plötzlich unerklärliche Kopfschmerzen auf, die wir von ihr behandeln ließen. Nach einigen Behandlungsterminen drückte mir die Heilpraktikerin dann ganz spontan und unerwartet ein Pendel in die Hand mit der Begründung, nun müsse ich pendeln lernen. Sie wollte eine Babypause einlegen und ihre Praxis für ein Vierteljahr schließen. Ich sollte während ihrer Abwesenheit die Dauer der Einnahme eines sehr hoch potenzierten homöopathischen Mittels selbst auspendeln, damit die so erfolgreich begonnene - und teure - Behandlung meines Sohnes nicht abgebrochen werden musste.
Zunächst verspürte ich eine spontane Abneigungselbst zu pendeln. Die Heilpraktikerin versuchte, mir alle Bedenken und Widerstände zu nehmen. Sie erklärte mir, Pendeln sei absolut harmlos und überhaupt nichts Besonderes. Es sei in der Regel nur der Kontakt mit dem eigenen Unterbewusstsein, das auf diese Weise anzeige, was der Körper bzw. die Seele brauche. Ich glaubte ihren Erklärungen. Zudem musste ich eine schnelle Entscheidung treffen, da sie nur noch wenige Tage erreichbar war. Entweder half ich meinem Sohn durch das Auspendeln der bisher wirksamen Heilmittel, oder aber die teure Behandlung hätte nicht zu Ende geführt werden können. Obwohl sich alles in mir sträubte, nahm ich das Pendel schließlich doch zur Hand.
Unbewusst hatte ich damit, allein durch das Annehmen des Pendels, dem Bösen eine Einverständniserklärunggegeben, durch mich wirken zu dürfen. Dass okkulte Kräfte, nämlich Dämonen, hinter dem Pendelausschlag stehen, wusste ich damals nicht. Nun ging alles ganz schnell. Plötzlich bekam ich mediale Fähigkeiten. Sie waren einfach da!

Mediale Fähigkeiten

Ich führte also die Behandlung meines Sohnes zu Ende, genau so, wie die Heilpraktikerin es mir erklärt hatte. Er wurde vollständig von seinen Kopfschmerzen befreit, und meine Abneigung gegen das Pendeln verschwand dadurch völlig. Ich benutzte das Pendel nun auch in meinem Alltag. Anfangs pendelte ich Medikamente, Lebensmittel und alles Mögliche aus. Es faszinierte mich, wie man auf diese Weise mit dem Unterbewussten in Kontakt kommen konnte. Durch gewisse Fragen, die ich stellte, und durch die Antworten, die ich erhielt, hatte ich bald den Verdacht, dass es nicht nur das Unterbewusstsein sein könne, das den Pendelausschlag verursachte. Ich begann nämlich, auch über Buchstaben zu pendeln, und so entstanden ganze Sätze mit sinnvollem Inhalt, die mein Leben betrafen. Dadurch erreichte das Pendeln eine neue Qualität. Auch meine Handinnenflächen begannen nun öfter zu schmerzen, besonders nachts.
Sehr bald bekam ich eine weitere mediale Fähigkeit: Meine rechte Hand wurde von warmen Wellen durchströmt und kribbelte in ungewöhnlicher Weise. Ich ahnte, dass sie automatisch schreiben würde, wenn ich es zuließe, denn ich hatte von dieser medialen Gabe gelesen. Beim Automatischen Schreiben wird die menschliche Hand von einer unsichtbaren, übernatürlichen Kraft geführt und schreibt dann von allein. Zunächst schien es mir ein wenig unheimlich, doch ich hatte ja bei der Heilpraktikerin viele ungewöhnlicheDinge gesehen, die angeblich alle von Gott kamen. So sagte ich zu Jesus, dass ich sehr genau darauf achten wolle, was meine Hand schreiben würde. Sollte es etwas Schlechtes oder Unbedeutendes sein, wollte ich mich nicht weiter darauf einlassen. Käme dagegen etwas Gutes und Heiliges zu Papier, wollte ich es als Willen Gottes ansehen, dass Er auf diese Weise mit mir in Kontakt treten wollte. Mit naivem Vertrauen gab ich meine Hand frei. Sie schrieb einige Worte in einer mir unbekannten Sprache. Der erste lesbare Satz lautete: Ehre, Lob, Preis und alle Herrlichkeit unserem Herrn.“ Ich nahm diese Worte als Zeichen, dass es etwas Heiliges sei und schrieb weiter, denn ich hatte nicht erkannt, wer mit „unserem Herrn“ gemeint war. Ich glaubte in meiner Unwissenheit, es sei ein Lobpreis auf meinen Dreifaltigen Gott.

Mein Engel

Nun stellte sich mir schriftlichein „Engel“ vor. Er nannte seinen Namen und seinen hohen Grad in der Engelshierarchie. Er schrieb mit meiner Hand, er sei von Gott zu mir gesandt, um mich zu begleiten und zur Heiligkeit zu führen. Gott werde mir die Gabe des Heilens geben mit dem Ziel, die Seelen zu Jesus zu führen, und er, mein „Engel“, solle mir dabei helfen, mich lehren und mich beschützen. Er erklärte mir, dass Gott mir die Stigmen, die Wundmale, geben werde, und deshalb würden meine Handinnenflächen seit einigen Wochen nachts so schmerzen.
Um es gleich vorwegzunehmen: Dieser „Engel“ war in Wirklichkeit ein Dämon, der sich als Engel des Lichtes tarnte. Sein Verhalten erschien freundlich und würdevoll, ja fast heilig! Dieser falsche „Engel“ diktierte mir wunderschöne Gebete und Texte voller heiliger Worte, die keinen Zweifel an seiner angeblich göttlichen Herkunft aufkommen ließen. Er gab mir auf sehr freundschaftliche Art und Weise gute Hilfen und Ratschläge für meine kleinen Alltagsprobleme, die mir äußerst nützlich waren, und er erklärte mir auch, dass er es war, der jeweils den Pendelausschlag hervorgerufen hatte. Die Kommunikation und der alltägliche Kontakt mit diesem „Engel“ erfolgten in der Regel über das Pendel, durch das Automatische Schreiben oder durch die mediale Gabe der Gedankenübertragung, die ich später ebenfalls bekam - eine stille, wortlose Kommunikation zwischen dem „Engel“ und mir.

Du darfst nicht pendeln

Meine Familie und ich waren in dieser Zeit öfter krank als sonst. Wir wurden aber immer wieder schnell gesund, dank meines angeblichen „Helfers von Gott“, der mir Ratschläge für eine rasche Heilung gab, die sehr gut wirksam waren. Heute bin ich fest davon überzeugt, dass diese Krankheiten durch diesen bösen Geist verursacht wurden, der mir dann gleich die passende Heilmethode zeigte, damit ich mich noch mehr auf ihn einließ, ihm bedingungslos glaubte, und er auf diese Weise Macht über mich bekommen konnte.
So ging es eine Zeitlang, bis plötzlich eine innere Stimme zu mir sprach:„Du darfst nicht pendeln!“ und das Pendel abrupt stehenblieb. Sooft ich es auch versuchte, es hat sich von da an nie wieder bewegt. In dieser Zeit zog sich auch der „Engel“ zurück, was mich verwirrte. Deshalb beschloss ich, mir bei der Heilpraktikerin Rat zu holen. Sie war die einzige mir bekannte Person, die Erfahrung in übernatürlichen Dingen hatte. Sie erklärte mir, ich sei eine sehr begnadete Seele, und diese Fähigkeiten kämen alle von Gott. Ich solle mir wegen des stillstehenden Pendels und des abgebrochenen Kontaktes mit dem „Engel“ keine Sorgen machen. Pausen im Kontakt mit dem „Himmel“ wären ganz normal, das sei auch bei ihr so. Manchmal wäre so etwas nur eine Prüfung.
Da das Pendeln nicht mehr funktionierte, riet sie mir, die Kontaktaufnahme zu dem „Engel“ mit einer Art Wünschelrute, einem sogenannten „Biotensor“, den sie mir dann gab, zu versuchen. Tatsächlich trat der „Engel“ dadurch plötzlich wieder in mein Leben. Er erklärte mir, er habe sich auf Gottes Anweisung hin zurückziehen müssen. Alles sei eine Prüfung für mich gewesen. Jetzt dürfe er mir wieder helfen, und bald schon wollte er mich im Heilen ausbilden.
Ich hatte noch nicht verstanden, dass es Jesus war, der mit den Worten „Du darfst nicht pendeln!“ begonnen hatte, mir einen Ausweg zu zeigen, denn der Dämon hatte die Absicht, mich mit seiner Kraft seelisch und körperlich zu zerstören. Aber davon ahnte ich nichts. Es klang alles so überzeugend, was dieser als Engel getarnte Dämon an Erklärungen lieferte. Deshalb war ich sicher, dass dies alles von Gott kommen musste. Zudem geschahen ja auch vor meinen Augen wundersame Dinge, die hilfreich und heilig schienen.

Meine Ausbildung zur Heilerin

Der sogenannte „Engel“ teilte mir mit, was ich lernen sollte, z. B. das Heilen mit Bachblüten. In Buchläden besorgte ich mir die entsprechenden Bücher und kaufte mir auch die notwendigen Heilmittel, in diesem Fall die Fläschchen mit den Bachblütenessenzen. Ich brauchte nur die Grundkenntnisse zur jeweiligen Heilmethode erlernen. Bei den Behandlungen gab mir der angebliche „Engel“ klare Anweisungen, was ich zu tun hatte. Für jede Krankheit wurde mir genau gezeigt, welche Heilmethode ich in welcher Art und Weise anwenden sollte. Dadurch konnte ich in kürzester Zeit viele verschiedene Heilmethoden kennenlernen und praktizieren.
Der Schwerpunkt meiner Ausbildung lag auf der Homöopathie, Schüßler-Salzen, Bachblüten, diversen anderen energetischen Blütenessenzen, Energietropfen, Engelstropfen, Heilsteinen, Fußreflexzonenmassage und der Kinesiologie. Ich bekam zusätzlich die Fähigkeit des Wünschelrutengehens. Außerdem konnte ich über Fotos und Namenszetteln heilen.

Der angebliche „Engel“ stellte mit mir auch eine Sammlung von Heilungsgebeten zusammen, die er mir diktierte, christlich anmutende Texte, die sehr fromm schienen. Manche Gebete enthielten ergänzende Zeichen aus Strichen und Kreisen. Das Segnen mit geweihten Rosenkränzen war ein Hauptbestandteil des Heilens. Sogar Weihwasser sollte ich zum Heilen verwenden. Diese verwirrende Vermischung von Okkultem und echtem Glaubensgut sollte mir auch noch den letzten Funken eines Zweifels über den göttlichen Ursprung dieser Heilmethode nehmen.
Heute weiß ich, dass ich im Grunde weiße Magie betrieben habe, getarnt in christlicher Verpackung und katholischer Verkleidung. Satan ruft bei der weißen Magie Scheinheilungen und Scheinwunder hervor, um so die Menschen anzulocken, sie in seinen Machtbereich zu ziehen und Anrecht auf ihr Leben zu erhalten. Doch jede Form von Magie ist Sünde und verstößt gegen das erste Gebot. Darum warnt uns die katholische Kirche in ihrem Katechismus eindringlich davor (vgl. KKK Nr. 2113-2117, 2138).

Mein Fehler war, dass ich mich nicht an einen Priester gewandt habe, um von Seiten der Kirche Hilfe und Weisung zu erhalten. Ich hatte nicht den Mut, denn ich kannte keinen Priester, dem ich mich hätte anvertrauen können. Ich hatte Angst, nicht verstanden und womöglich als psychisch labil in ärztliche Behandlung geschickt zu werden. So machte ich alles zwischen Gott und mir selbst aus und hielt meine medialen Fähigkeiten weitgehend geheim. Das gebot mir auch mein falscher „Engel“. Erst nach Abschluss der gesamten Heilausbildung sollte ich meine Fähigkeiten bekannt machen und öffentlich als Heilpraktikerin oder Heilerin wirken. Doch alles sollte ganz anders kommen. Gott wusste um meine Unkenntnis, und Er kannte meine gute Absicht, durch die Heilung Seelen für Ihn zu gewinnen. Deshalb führte Er mich in Seiner Barmherzigkeit wieder zu Sich zurück.

Meine Befreiung aus der Esoterik

Meine Rückführung zur katholischen Kirche und ihrer Lehre vollzog sich sanft und behutsam und verlief zeitlich parallel zu meiner esoterischen Verirrung und Heilausbildung.
Anfangs freute ich mich über die medialen Gaben, die ich besaß. Wir brauchten keinen Arzt mehr, und ich schien ja wirklich eine von Gott begnadete Seele zu sein. Mittlerweile wurden mir die Texte und Ratschläge auch als „direkte Ansprache Gottes“ diktiert. Trotzdem wurde der Wunsch in mir immer größer, wieder ganz „normal“ sein zu dürfen. Ich wollte einfach nur ein gutes, unauffälliges, katholisches Leben führen, und so empfand ich meine medialen Gaben zunehmend als Belastung. Ich wollte sie nicht mehr haben. Aber da ich glaubte, das Heilen sei für mich ein göttlicher Auftrag, hatte ich Angst, Gott etwas zu verweigern, wenn ich damit aufhören würde. Dies wurde für mich eine echte seelische Not.
Mittlerweile wurde mein Glaubensleben immer intensiver und inniger. Ich ging wieder regelmäßig zur Heiligen Messe und begann auch nach mehr als 20 Jahren wieder zu beichten. Je lebendiger aber ich den katholischen Glauben praktizierte, umso problematischer wurde es für mich, das Evangelium Jesu Christi mit der esoterischen Lehre von Energien und Meridianen, von Schwingungen und Kraftströmen, von Karma und Essenzen zu vereinbaren. Doch der falsche „Engel“ versicherte mir immer wieder, dass meine Berufung nach wie vor darin bestünde, Seelen über das Heilen zu gewinnen, um sie so zu Jesus und zu seiner Kirche zu führen. Das esoterische Heilen, so sagte er, sei für mich als Katholikin nur ein von Gott bestimmtes „Mittel zum Zweck“, um dieses Ziel in der heutigen Zeit zu erreichen.
 
Meine Heilausbildung war nun fast abgeschlossen, und der Zeitpunkt rückte näher, öffentlich als Heilpraktikerin zu beginnen. Doch in meinem Herzen passten esoterisches Heilen und ein authentisches katholisches Leben einfach nicht mehr zusammen. Ich geriet in einen tiefen Seelenkonflikt. Wochenlang flehte ich - oft auf Knien und manchmal unter Tränen - zu Jesus undMaria, sie mögen mich vor Irrwegen bewahren und mir den Willen Gottes eindeutig zeigen.

Ich preise meinen Gott und danke auch der heiligen Gottesmutter von Herzen, die meine Gebete erhörten und mir zu Hilfe kamen. Langsam aber sicher bekam ich einen immer größeren Widerwillen gegen alles Esoterische, vor allem gegen die esoterischen Heilmittel. Ich begann eine sehr große Liebe für die katholische Kirche zu verspüren, an der ich früher so viel auszusetzen hatte, und ich erkannte ganz klar, dass die Heilige Schrift mit der Lehre der Esoterik unvereinbar ist.

Mein falscher „Engel“ unterstützte aber in unglaublicher Weise jene Wünsche, die Gott mir ins Herz legte, derart, dass ich ihn nie als Dämon erkannt hätte. Hatte ich z.B. den Wunsch, öfter zur Hl. Beichte zu gehen, bestärkte er mich sogar darin. Ich sollte keinen Verdacht schöpfen, mit wem ich es in Wirklichkeit zu tun hatte. Dreieinhalb Jahre lang tarnte sich der Dämon als „Engel des Lichtes“, ohne sich zu verraten. Er benahm sich mir gegenüber wie ein heiliger Freund, stets hilfsbereit, freundlich und würdevoll, übte nie Druck auf mich aus und zwang mir niemals seinen Willen auf. Alles sah gut und heilig aus!

Da ich ja wirklich nichts anderes als den Willen Gottes suchte, schenkte Er mir in Seiner Güte den rettenden Gedanken, mir von einem Priester mein Charisma bestätigen zu lassen. Nur nach einem sicheren Zeichen seitens der Kirche wollte ich bereit sein, das esoterische Heilen als ein von Gott gewolltes „Mittel zum Zweck“ anzunehmen. Nach langem Beten lernte ich endlich einen Priester kennen, dem ich mich anvertrauen konnte. Dieser warnte mich vor raffinierten Täuschungen des Teufels und riet mir, darum zu beten, Gott möge mir einen begnadeten Priester schicken, der mir, vom Heiligen Geist erleuchtet, Klarheit schenken könne.

Dieser Priester sollte Pater James Manjackal sein. Im Jahr 2004 hielt er in Hamburg Exerzitien, zu denen ich mich anmeldete. Von diesem charismatisch begnadeten Priester erwartete ich mir die entscheidende Hilfe. Drei Tage vor Exerzitienbeginn fing meine Hand wieder sehr stark zu kribbeln an. Das bedeutete, der getarnte „Engel“ wollte mir schriftlich etwas mitteilen. Ich hoffte, Gott würde mir vor den Exerzitien noch etwas Wichtiges offenbaren. Was ich dann schrieb, brachte die entscheidende Wendung in meinem Leben und war der Abschluss der geschickt gelegten Falle, in die der Teufel mich geführt hatte.  

Der Text lautete: „Ich bin ein Dämon. Ich muss dich nun verlassen, und deshalb offenbare ich mich dir, um dich zu erschrecken. Du konntest niemals heilen. Alles war umsonst.“

Pater James bestätigte mir, dass dieser „Engel“ ein böser Geist gewesen war, und dass ich nun mit meinem ganzen Willen Satan widersagen und meinen Glauben an Jesus Christus erneuern musste. Kraft seiner Autorität und im Namen JesuChristibrach Pater James die dämonischen Bindungen. Die endgültige Befreiung wurde mir dann durch die Hl. Beichte und aufrichtige Reue geschenkt.

Auch wenn ich nach diesen Exerzitien alle esoterischen Gegenstände, Heilmittel, Bücher und CDs vernichtete, durfte mich der besagte „Engel“ noch einige Zeit äußerlich attackieren. Er zeigte jetzt sein wahres Gesicht und aus meinem angeblich heiligen Freund wurde nun mein Feind. Doch Jesus war mir in dieser Zeit ganz besonders nahe. Ich wurde in dieser schwierigen Zeit von Ihm durch alle Angriffe hindurch wunderbar getragen.

Die Dienste und Heilerfolge des Teufels sind nicht umsonst zuhaben. Er fordert seinen Preis, früher oder später! Er will nicht unser Glück und unser Heil, sondern unsere Seele zerstören. In der heutigen Zeit erreicht Satan sein böses Ziel durch die alternativen, esoterischen Heilmethoden, durch die er uns mit „Scheinheilungen“ belügt und uns in seinen Machtbereich ziehen will.

Jesus ist mein einziger Erlöser

Nach all diesen Erfahrungen, auf die ich mich eingelassen hatte, habe ich mein Leben ganz und gar auf Jesus Christus, meinen Retter und Erlöser, ausgerichtet. Er hat mich nicht nur aus den Bindungen Satans befreit, sondern Er beschenkte mich zusätzlich mit einer völlig neuen Glaubenstiefe:
Ich erkannte die Notwendigkeit, die Heilige Schrift zu lesen und die Lehre der Katholischen Kirche gut zu kennen. Ich entdeckte die Schönheit des Gebetes - vor allem die Anbetung - und erhielt die Gnade, inniglich und voller Vertrauen zu beten. In mir erwachte der Wunsch und die Freude, täglich zur Heiligen Messe zu gehen, und es erschloss sich mir ganz neu die Bedeutung der Heiligen Eucharistie. Mein Herz wurde weit für die Liebe zur Gottesmutter geöffnet, und so wurde mir die Sehnsucht geschenkt, den Rosenkranz beten zu lernen, um mit Maria das Leben Jesu zu betrachten. Ich begann auch meine Einstellung zum Heiligen Vater zu überdenken, und mir wurde klar, dass ich einiges in meiner Lebensführung ändern wollte. Als Konsequenz habe ich z.B. die Pille abgesetzt und die katholische Lehre beachtet, wie sie in der Enzyklika Humanae Vitae dargelegt ist. Das war viel leichter, als ich dachte.

Heute bin ich eine sehr glückliche Katholikin, und ich möchte allen von der Schönheit und Fülle unseres Glaubens erzählen. Wenn wir unseren Glauben in der Kirche lebendig praktizieren, sind wir am besten vor den Fallstricken des Feindes geschützt, der sich zuerst immer als Engel des Lichtes tarnt, doch früher oder später sein wahres Gesicht zeigen muss. Ich möchte Gott, meinem Retter, bis zum Ende meines Lebens danken, Ihm alle Ehre geben und Ihn jeden Tag mehr lieben.

© Copyright  Martina Schmilewski / 2012

Weiterführende Literatur:
P. Clemens Pilar, COp., Yoga, Astro, Globuli - Christlicher Glaube und Alltagsesoterik, St. Ulrich Verlag, ISBN 978-3-86744-098-1


www.segenskreis.at