Mag. Erika Gibello

Mag. Erika Gibello ist Kennerin der fernöstlichen Mystik und Philosophie (besonders der indischen Spielarten religiöser Angebote) und arbeitete jahrzehntelang mit Pater Rufus Pereira, des ehemaligen zweiten Vorsitzenden der internationalen Exorzistenvereinigung, eng zusammen. Sie ist eine äußerst erfahrene, kompetente und mit besonderen Charismen ausgestattete Fachfrau des katholisch-charismatischen Heilungs- und Befreiungsdienstes.

Sie ist eine brillante Rednerin auf internationalen Foren und gibt auch in ihrem Buch ". . . jetzt sind viele Antichriste gekommen" Orientierung in den Abgründen der Pseudoreligionen. Hinweise auf dieses Buch findet man unter der Rubrik "Buchtipps".

Ihre Vorträge, die sie während mehrerer Seminare über Innere Heilung gehalten hat, können unter diesem Link gehört bzw. heruntergeladen werden.

 

    New Age     Zeugen Jehovas
       
    Hypnose    
       

New Age

Historische Aspekte
New Age hat seine neuzeitlichen Wurzeln in der Theosophischen Gesellschaft, die 1875 in New York von Helene Petrovna Blavatsky, einer gebürtigen Russin, begründet wurde. Zentrale Lehre dieser Organisation war und ist, dass allen Weltreligionen eine Wahrheit gemeinsam ist, die potentielle Unterschiede übersteigt. Die Mitglieder dieser Organisation glauben an die Existenz von „Meistern“, die entweder Geistwesen sind, oder glückliche Menschen, die „höher“ entwickelt sind als die „große Masse“ – mit anderen Worten: besonders erleuchtete Personen.

Eine der Hauptgestalten, die aus der Theosophischen Gesellschaft hervorgegangen sind, war Alice A. Bailey (1880–1949), eine in die USA ausgewanderte Engländerin. Sie legte die tatsächlichen Fundamente von New Age und gilt als dessen Hohepriesterin. Als spiritistisches Medium empfing sie Botschaften von einem sogenannten Meister der Weisheit, vom Tibetaner Djwal Khul. Diese Botschaften, die sie nach dem Diktat dieses Wesens aufschrieb, wurden in zahlreichen Büchern veröffentlicht. Ihre Geheimlehren, die bis in unsere Tage von New-Age-Kreisen minutiös befolgt werden, werden im „Plan“ beschrieben.
Entsprechend den geheimen Anweisungen sollte diese Bewegung bis zum Jahr 1975 nicht öffentlich bekannt werden. Dann aber sollte sie ans Licht der Öffentlichkeit treten und vollständig Tatsache und Wesen des „Plans für die Neue Weltordnung“ enthüllen.
Seitdem wurden alle geeigneten Medien genutzt, um weltweit die Lehre von New Age zu verbreiten; damit einher ging die Erwartung, es werde einen New-Age-Christus geben. Und das trat dann auch ein.

Tatsächlich wurde ich in meinem Vorsatz, diesen Artikel zu verfassen, in jüngerer Zeit von mehreren Veröffentlichungen bestärkt, die in der säkularen Presse erschienen und durchweg in der einen oder anderen Form New-Age-Gedankentum vertreten. Namen wie Marilyn Ferguson, der Verfasserin von „The Aquerian Conspiracy“ (Die sanfte Verschwörung) und Fritjof Capra, dem Verfasser von „The Turning Point“ (Der Wendepunkt) begegnet man häufig.
New-Age-Programme haben Eingang gefunden in die Geschäftswelt und alle Gesellschaftsschichten sowie in christliche Gemeinden. Eine Taktik, die von Anfang an verfolgt wurde, bestand darin, durch ein neues ökologisches Bewusstsein viele Sympathisanten zu gewinnen. Die Richtung, in die dieses Bewusstsein gehen sollte, wird oft von der New-Age-Philosophie beeinflußt. So kommen z.B. Devall und Session in ihrem Buch „Deep Ecology“ zu dem Schluß, dass alle Organismen und Dinge in der Ökosphäre Teil eines in Wechselbeziehung stehenden Ganzen und von gleichem Wert seien. Alle Dinge in der Biosphäre haben das Recht auf Selbstverwirklichung. Dahinter steht eindeutig die holistische Philosophie von New Age. Das führt zu dem Schluß, dass der Mensch das Glücklichsein in seiner eigenen Hand hat, sofern er bedenkt, dass alle Dinge in Wechselwirkung zueinander stehen. Er hat sich in dieses Ökosystem einzuordnen, das wird ihm sein Glücklichsein garantieren. Das Leben besteht dann nicht mehr aus einer bloßen Befriedigung der materiellen Bedürfnisse des Körpers, sondern es bedarf einer körperlichen und mentalen Weiterentwicklung, um nur mit dem Ökosystem zu harmonieren. Selbstverwirklichung ist das Ziel und Ergebnis dieser Evolution. Um dies zu erreichen, bieten sich viele Methoden an.

Viele harmlos klingende Kursprogramme sind verfügbar. Von gesunder Ernährung und Fitness, Entspannungstherapien, besonders vom Positiven Denken wird häufig Gebrauch gemacht. Alle diese Programme beinhalten eine gewisse Form von Meditation – Yoga, Hypnose, Geistheilung, Visualisierung, positives Denken. Es sind dies lauter Methoden, in denen etwas Wahres steckt. Soweit sie aber mit dem christlichen Verständnis (z.B. der Abhängigkeit des Menschen vom Schöpfergott) unvereinbar sind, können diese Methoden in einer Person einen Kanal für okkulte Kräfte öffnen und damit Schaden verursachen. Vor allem Meditation, die ohne das Wort Gottes auskommt, kann schädlich werden. Aber um das Verständnis der New-Age-Philosophie noch zu komplizieren, werden oft Bibelverse eingestreut. Speziell das Positive Denken benützt häufig Stellen aus der Bibel und wird deshalb als Glaube hingestellt, trotz der unchristlichen Prämisse, dass die „Primärkraft“ einer jeden Person gut ist (vgl. Römer 3,10: „Es gibt keinen, der gerecht ist“).

Mit seinem breit gefächerten Angebot schöpft New Age aus vielerlei Quellen. Besonders auf dem Gebiet der Erziehung und Beratung trifft man auf Methoden, die ihre Wurzeln in der Anthroposophie von Rudolf Steiner haben. New Age ist sehr erfolgreich darin, einen Interessenbereich nach dem anderen zuerst populär, und dann für sich nutzbar zu machen, um so unsere Gesellschaft systematisch zu unterwandern. Sogar schon Kinder und Teenager bwerden von New Age-Ideen beeinflusst, und zwar durch eine Flut von Fantasy-Games, Videos, Filmen, Audio-Kassetten, Comics, Schriften, Gesellschaftsspielen und Spielzeug. Filme wie „Star Wars“ (Krieg der Sterne) haben viel zur Verbreitung der Idee beigetragen, dass „Meister“ das Schicksal der Menschheit lenken. Viele derlei Spiele haben junge Menschen dazu verführt, Geister zu beschwören, sich in Hellseherei zu versuchen, in Telepathie und Telekinese, dem Bewegen von Gegenständen durch Gedankenkraft (das Ouija-Board ist eines der derzeit populärsten Spiele). Natürlich wird auch mit der Musik Missbrauch getrieben, und höchst unangenehme und schauerliche Klänge sind bereits als „beautiful“ allgemein akzeptiert. (Beispiel würde ich hier weglassen, da für viele sehr wohl bekannt.)

Ebenso auffallend ist die Verbindung von New Age zu Prominenten, die zwar nicht immer direkt mit der NA-Bewegung verknüpft sind, aber selbst suchende Menschen sind, die die Notwendigkeit eines Neuanfangs für die Menschheit erkannt haben. Maches Mal sind sie selbst Mitglieder von Organisationen, die nicht auf dem Boden des Christentums stehen. (z.B.: Die Popsängerin Madonna gehört zu denen, die Lehren einer Gruppe, die sich „Kabala“ nennt glaubt; der Schauspieler Henry Winkler alias "The Fonz" in dem bekannten Film ’Happy Days’ gehört den Scientologen an. So soll auch der Schauspieler Tom Cruise dieser Gruppierung angehören.)
In dieser Weise werden NA-Vorstellungen erfolgreich  von einer neuen Menschheit verbreitet, die ohne die Gnade Gottes, allein durch menschliche Anstrengung, verwirklicht werden sollen.

New-Age-Philosophie
Die New-Age-Bewegung trachtet nach einer neuen und perfekten Welt. Aber um dieses Ziel zu erreichen, muss ein „Paradigmenwechsel“ (ein Wandel des herkömmlichen Denkens) im Sinne der New-Age-Philosophie stattfinden. An die Stelle der herkömmlichen analytischen Denkweise, die dem linearen und mechanistischen Weltbild entspricht, tritt eine neue, ganzheitliche Perspektive, der Glaube an die innere Verknüpftheit aller Dinge. Jedes Individuum empfindet sich als Teil der Natur und des ganzen Kosmos sowie als Mikrokosmos im Makrokosmos. Das rationale Denken hat dem synthetischen Denken und dem intuitiven Wissen den Platz zu räumen.

Die New-Age-Philosophie hat die Versöhnung der Gegensätze zum Ziel. Wissen und Okkultismus werden gleichwertig gesetzt. Alle ethischen Werte fallen in sich zusammen: Gut und Böse existieren nicht mehr, alles ist eins. Das erklärt die Tendenz zur Synthese aller Religionen.
Für New Age besteht das höchste Ziel des Menschen darin, Glückseligkeit zu finden. Die Angst vor bevorstehenden apokalyptischen Ereignissen (Todesangst) mündet in eine Flucht in eine utopische „Weltgesellschaft, in der es keine Spannungen mehr gibt.“
Der Plan, der Alice Bailey mittels medialen Diktats angeblich mitgeteilt wurde, besteht in der Errichtung einer neuen Weltordnung, einer neuen Weltregierung und einer neuen Weltreligion. Das politische Hauptziel von New Age ist die globale Kontrolle. Die Auflösung einzelner Staaten wird im Interesse des Friedens öffentlich verfochten. Obwohl die Weltherrschaft das endgültige Ziel ist, gibt es zahlreiche Zwischenziele politischer, sozialer und wirtschaftlicher Art folgenden Inhalts: Ein universales Kreditkarten-System, eine Welternährungsbehörde, eine Weltsteuer, die Anerkennung weltweiter biologischer Bevölkerungs- und Krankheitskontrollen etc.
Mögen die Ziele von New Age sich auch in mannigfacher Form darstellen, so scheint es doch aus christlicher Perspektive nur ein Ziel zu geben: Die Eingebung Luzifers, dass der Mensch Gott gleich sei, dass der Mensch Gott ist, dass es keine Sünde gibt, sondern nur Entwicklungsstufen des menschlichen Bewusstseins. Der Mensch kann seine Glückseligkeit selbst erreichen, wenn er Teil der Gesamtheit der Schöpfung wird. Vorher muss der Mensch seine Selbstverwirklichung zu Ende gebracht haben.
Zu diesem Zweck fördert die New-Age-Bewegung einen skeptischen und destruktiven Umgang mit Religionen, die an eine persönliche Unsterblichkeit glauben.

An die Stelle der Auferstehung tritt die Reinkarnation. Der Glaube, dass der Mensch weiterlebt und sein Bewusstsein im Universalen Bewusstsein aufgeht, führt den Menschen weg von seiner Verantwortlichkeit, die er während seines Lebens Gott gegenüber hat; führt ihn weg von der Sünde (vgl. Röm 5,12) und der Rechtfertigung durch Jesu Tod am Kreuz. Die Vergebung der Sünden durch reuige Umkehr zu ihm hat in einer solchen Philosophie keinen Platz. In der Tat stellt New Age eine Religion dar.
Das Konzept dieser Religion ist so alt wie die Menschheit. Viele Weltreligionen, die außerhalb der von Gott gegebenen jüdisch-christlichen Offenbarung stehen, haben ähnliche oder sogar dieselben Ansichten, durch die sich New Age deutlich von unserem christlichen Glauben unterscheidet:

  1. Ein unpersönlicher Gott (Kraft) – nicht der persönliche Schöpfergott, der nicht identisch ist mit der Schöpfung ( vgl. Gen 1,1)
  2. Ein ewiges Universum – keine Schöpfung, die ein Ende haben wird (vgl. 2 Petr 3,10–13; Mt 5,18)
  3. Eine Scheinnatur der Dinge –im Gegensatz zur biblischen Lehre: „Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde (Gen 1,1) ... Gott sah, dass es gut war (Gen 1,12) ... Laßt uns Menschen machen... Sie sollen herrschen über die Fische, die Vögel und über alle Tiere ...“ (Gen 1,26). Und noch einmal: „Gott sah alles an, was er gemacht hatte: Es war sehr gut“ (Gen 1,31)
  4. Eine zyklische Natur des Lebens – nicht eine lineare – historische Entwicklung
  5. Die Notwendigkeit der Reinkarnation – anders als in Hebr. 9,27 steht: „Es ist dem Menschen bestimmt, ein einziges Mal zu sterben, worauf dann das Gericht erfolgt.“
  6. Die Evolution des Menschen zur Göttlichkeit – anstelle des ewigen Lebens, das uns durch Jesu Tod und Auferstehung erwirkt worden ist
  7. Fortgesetzte Enthüllungen durch Wesen aus dem Jenseits – statt der Offenbarung Gottes in seinen Sohn Jesus, die, einmal stattgefunden, für immer gilt
  8. Die Notwendigkeit der Meditation als Mittel zur Bewusstseinsveränderung – statt reuiger Umkehr des Herzens (Metanoia), die uns ewiges Leben bringt
  9. Okkulte Praktiken (unter Missachtung der göttlichen Anweisung in Dt 18,10 ff) als Mittel zum Erwerb der Selbstverwirklichung – statt des Glaubens an Jesus Christus als dem einzigen Mittel zur Erlangung des vollen Menschseins.

Da neben dem christlichen Gedankengut andere philosophische und religiöse Ideen im ehemaligen christlichen Westen verbreitet sind, müssen wir mit einem Übergreifen des New-Age-Gedankengutes auf alle Gesellschaftsteile rechnen. Dies gilt umsomehr für Länder mit vorherrschender nicht-christlicher Kultur. Persönlichkeiten und internationalen Organisationen wie UNO, UNESCO, Weltkirchenrat, Club of Rome, Rochefeller Foundation, Ford Foundation etc. Diese Organisationen tragen wissentlich oder unwissentlich zur Verbreitung der Ideen von New Age bei.


 
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Hypnose

Hypnose findet immer größere Beachtung in der Öffentlichkeit. Immer mehr Ärzte, Zahnärzte und Psychologen benützen Hypnose als eine zusätzliche Technik innerhalb ihres Fachbereichs.
Es gibt vielerlei Theorien darüber, warum und wie Hypnose funktioniert. Die meisten Experten sind sich darin einig, dass Hypnose auf der Basis der angeborenen Beeinflu
ssbarkeit des Individuums funktioniert. Es gibt Menschen, die anscheinend leichter zu beeinflussen sind als andere. An einem bestimmten Punkt wird aus Beeinflussung Hypnose. Wo, wann und wie, das weiß bisher noch niemand.

Der Begriff Hypnose leitet sich vom griechischen hypnos ab, dem Gott des Schlafes. Das bedeutet, dass ein Mensch, solange er hypnotisiert ist, sich in einem dem Schlaf nicht unähnlichen Zustand befindet. Manche betrachten diesen Zustand nicht als Schlaf, sondern als einen Zustand gesteigerten Bewusstseins, einer Art Super-Bewusstsein. In diesem Zustand hat der Hypnotiseur eine nahezu totale Kontrolle über den Willen der hypnotisierten Person. Wer schon einmal einen Hypnotiseur auf der Bühne gesehen hat, wird bemerkt haben, dass bestimmte Menschen unverzüglich den Anweisungen des Hypnotiseurs nachkommen: Sie bewegen Körperteile, fallen zu Boden, benehmen sich wie Tiere usw. Aber um Bühnenhypnose geht es uns hier eigentlich nicht.

Es hat den Anschein, als überschreite Hypnose, die jahrelang am Rande der Achtbarkeit gestanden hatte, die Schwelle vollständiger Anerkennung. Hypnose, angepriesen als Hypnotherapie oder alternative Medizin, ist höchst populär und ein anscheinend unschädliches Heilmittel bei leichteren Erkrankungen aller Art. Hypnose bietet sich uns als Hilfe an bei Suchtverhalten (Rauchen, Nägelbeißen) und allen möglichen Arten von Ängsten und sogar zur Gewichtsreduzierung.

Die British Medical Association sieht in der Hypnotisiertheit einen vorübergehenden Zustand der hypnotisierten Person – dem „Subjekt“ – der durch eine andere Person oder durch Selbsthypnose hervorgerufen werden kann. Man denkt dabei an einen Zustand „modifizierter Aufmerksamkeit“, was bedeutet, dass die Aufmerksamkeit des Subjekts von gewöhnlichen Objekten abgelenkt und auf Vorstellungen hingelenkt wird, die der Person vom Hypnotiseur eingegeben werden. Der Zustand der Hypnotisiertheit kann auch als hypnotische Trance bezeichnet werden. Im Zusammenhang mit dieser Trance treten vielerlei ungewöhnliche Verhaltensveränderungen auf.

Hypnotisiertheit wird gewöhnlich durch Wiederholungen bestimmter Wörter hervorgerufen, oder durch das Subjekt selbst durch Konzentration auf ein einzelnes ins Auge fallendes Objekt, z.B. ein schwingendes Pendel oder eine Uhr. Der Hypnotiseur ergeht sich mit tiefer Stimme in Wiederholungen, solange bis das Subjekt in tiefe Trance verfällt. Wenn der Hypnotiseur seine Sache gut gemacht hat, wird das Subjekt glücklich und entspannt, es möchte eines Sinnes mit dem Hypnotiseur sein und sogar alles tun, was ihm der Hypnotiseur suggeriert. Gleichzeitig widmet das Subjekt weniger und weniger Aufmerksamkeit dem, was sonst noch im Zimmer vor sich geht. Die Trance vertieft sich dadurch, dass dem Subjekt Aufträge suggeriert werden, deren Durchführung immer schwieriger wird. Zuletzt wird das Subjekt widerstandslos auf jede vom Hypnotiseur kommende Suggestion eingehen. Die Trance hört normalerweise auf, wenn der Hypnotiseur dem Subjekt befiehlt, in den Normalzustand zurückzukehren.

Wie wirkt sich Hypnose auf das Verhalten aus?
Die Aktionen des Subjekts werden beeinflusst oder gar vollständig kontrolliert. Was immer dem Subjekt suggeriert wird, es geht darauf ein, sogar im Unterbewußten.

Davon wird manchmal bei Zahnbehandlungen Gebrauch gemacht. Der Patient kann durch Hypnose so konditioniert werden, dass er keinerlei Schmerz verspürt. In der Psychiatrie kann man vergessene Erlebnisse des Patienten ins Bewusstsein zurückrufen, man kann dem Subjekt das Gefühl vermitteln, er erlebe die Vergangenheit nochmals, zusammen mit den Emotionen und körperlichen Signalen, die mit den vergangenen Erfahrungen einhergingen. Stimmungswechsel und emotionale Veränderungen können auftreten und nach dem „Erwachen“ fortdauern. Ein hypnotisierter Raucher kann aufgrund seines höchst suggestiblen Zustands leicht die Suggestion des Hypnotiseurs, er höre auf zu rauchen, akzeptieren, und das kann ihm dabei helfen, mit dieser Angewohnheit zu brechen.

Was geht wirklich vor sich?
Wenn der Hypnotiseur sein Subjekt in Trance versetzt, versucht er, damit Zugang zu Bereichen der menschlichen Persönlichkeit zu gewinnen, die normalerweise nicht zugänglich sind. Dabei anerkennen die Hypnotiseure die Tatsache, dass die Psyche so etwas wie eine Tür hat, die unerwünschten Einflüssen den Zugang versperrt. Im Wissen, dass vielerlei ein- und ausgeht, filtert die Psyche dies alles und entscheidet dabei darüber, was hilfreich ist und was nicht. Was im Augenblick nicht von Nutzen ist, wird entweder gespeichert oder gänzlich eliminiert. Auf diese Weise wird der Mensch vor vielerlei unerwünschten Einflüssen geschützt. Wenn nun der Hypnotiseur eine Person in Trance versetzt, setzt er den „Türmechanismus“ der Psyche außer Kraft und umgeht so die normale Fähigkeit der Psyche, über das Eintreten oder Nichteintreten von Einflüssen zu bestimmen.

Bezeichnenderweise befiehlt der Hypnotiseur nur selten seinem Subjekt, irgend etwas zu tun. Warum? Hypnotiseure haben aus der Erfahrung gelernt, dass es unwahrscheinlich ist, dass Subjekte Befehle akzeptieren. Aber sie sprechen leicht auf Suggestionen an. Dies unterstreicht die Tatsache, dass der Hypnotiseur sich in die Persönlichkeit „hineingeschmuggelt“ hat und nun dort so fungiert, als wäre er wirklich ein Teil dieser. Daraus können wir den Schluss ziehen, dass die der Hypnose unterzogene Psyche eine Psyche ist, in die man eingedrungen ist unter Ausschaltung des Abwehrmechanismus. Anders ausgedrückt: der Wille der hypnotisierten Person ist zu einem bestimmten Grad beeinträchtigt oder ist für eine bestimmte Dauer außer Kraft gesetzt.

Bis zu welchem Grad ist der Wille während der Hypnose nun verletzt?
Es werden einige sagen, dass unsere Handlungen die Folge des Einflusses sind, den andere auf unser Leben ausüben. Damit wird angedeutet, dass Hypnotisiertheit ein ganz natürlicher Zustand ist.
Zwar ist der Grenzverlauf zwischen dem Befolgen von Suggestionen und der Ausführung von Befehlen eines Hypnotiseurs nicht klar definiert. Aber wie wir schon aufgezeigt haben, haben die Menschen ein eingebautes System zur Abwehr unerwünschter Einflüsse auf die Seele. Wir nannten es „Türmechanismus“. Der Hypnotiseur zielt darauf ab, dieses Abwehrsystem außer Kraft zu setzen. Hierfür muss der Hypnotiseur zuerst das Vertrauen des Subjekts/Patienten gewinnen. Da man sich nicht einig ist darüber, ob ein Hypnotiseur eine Person dazu veranlassen kann, etwas gegen ihren Willen zu tun oder nicht, ist es für den Hypnotiseur von entscheidender Bedeutung, im Patienten die Vorstellung aufrecht zu erhalten, dass die Willenskontrolle bei ihm, dem Subjekt/Patienten liegt. Dem Patienten fällt es leichter, dem Hypnotiseur zu vertrauen, wenn er sicher sein kann, dass sein Wille im Zustand der Hypnose nicht beeinträchtigt wird..
Der hypnotische Zustand beginnt mit einem System von verbalen und non-verbalen Manipulationen, das die Person in einen Zustand erhöhter Suggestibilität bringen soll  –  einen Zustand, in dem man nahezu alles glaubt.

Dieser Prozeß bringt eine Art Bewusstseinsspaltung mit sich, bei der das Individuum in bestimmten Bereichen noch eine Entscheidung treffen kann (Exekutiv-Kontrolle), während andere Bereiche dem Hypnotiseur ausgeliefert sind. Auf diese Weise  mag der Patient während der Hypnose das Gefühl haben, die Kontrolle über sich behalten zu haben, da er viele Entscheidungen treffen kann.

In einer Experimentalhypnose z.B., in der das Subjekt die Freiheit hatte, sich nach eigenem Belieben zu bewegen, stimmten die Halluzinationen immer noch mit den Suggestionen des Hypnotiseurs überein. Das weist darauf hin, dass eine Teilung der Kontrolle vorliegt. Während der hypnotisierten Person die Kontrolle über viele Bereiche erhalten bleibt, sind andere Bereiche an den Hypnotiseur abgegeben worden. Wenn z.B. dem Subjekt gesagt wird, es könne den Fuß nicht bewegen, so wird er ihn auch nicht bewegen können. Es zeigt sich, dass die Wahrnehmung der Welt der äußeren Realität zerfällt und dass an einem bestimmten Punkt die Stimme des Hypnotiseurs innerhalb der Psyche des Subjekts vernommen wird, das nun auf die Willensäußerung des Hypnotiseurs so eingeht, als sei es sein eigener Wille. Der Hypnotiseur erreicht dies, wenn das Subjekt ihm einen Willensbereich ausliefert, der als „Kontroll-Funktion“ bezeichnet wird. Diese Funktion ist von vitaler Bedeutung für das Zustandekommen verantwortlicher Willensentscheidungen. Sie funktioniert, indem sie Situationen aus der Vergangenheit zurückruft und sie mit der gegenwärtigen Situation vergleicht. Ein solcher Rückruf liefert uns Informationen, die unsere Entscheidungen beeinflussen und kontrollieren, Entscheidungen, wie wir in der jeweiligen Situation handeln sollen. Wenn ich z.B. die Arme wie Flügel schlagend im Kreis herumlaufe und dabei Laute von mir gebe wie ein Küken, liefere ich das Bild eines Verrückten ab; deswegen unterlasse ich das. Wenn diese unsere Handlungen kontrollierende Instanz beschädigt ist, können Individuen sehr wohl Handlungen ausführen, die sie normalerweise gar nicht in Betracht zögen.

Die Einflußnahme des Hypnotiseurs hebt zeitweise die Kontrollfunktion auf, weshalb die Wirklichkeit sich für das Subjekt verzerrt darstellt und die Bewertung der Handlungsweisen, nämlich welche von ihnen sinnvoll sind und welche nicht, kann nicht ordnungsgemäss vollzogen werden; das bedeutet, dass ein Individuum während des hypnotischen Trancezustandes seine Arme flügelschlagend bewegt, wenn ihm vom Hypnotiseurs suggeriert wird, Flügel zu haben.

Wenn nun eine Person daran gehindert wird, Urteile zu fällen, die auf der Realität basieren, ist sein Vermögen, eine verantwortliche Entscheidung zu treffen, ernsthaft beeinträchtigt. Das kann dazu führen, dass das Individuum einige dieser Bereiche an den Hypnotiseur abgibt. Wenn jemand nicht die normale Fähigkeit, zu bewerten und zu wählen, vollständig behält, so könnte ganz offenkundig sein Wille gestört und zumindest teilweise verletzt sein.

Im Buch Modern Synopsis of Comprehensive Textbook Psychiatry wird festgestellt: „Hypnose kann beschrieben werden als ein modifizierter Zustand einer intensiven und empfindlichen interpersonalen Verbindung zwischen Hypnotiseur und Patient; charakteristisch ist dabei die nicht-rationale Unterwerfung des Patienten und die relative Preisgabe der Kontrolle über das eigene Handeln, hin zu einem mehr oder weniger regredierten, dissoziierten Zustand.“
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass eine hypnotisierte Person unfähig ist zu einer verantwortlichen Willensentscheidung.

Hypnotherapie – Hat die Hypnose einen therapeutischen Wert?
Obwohl offensichtlich die Beeinträchtigung von Wahlfreiheit und Realitätsprüfung zeitlich begrenzt ist, basiert die Hypnotherapie auf der Annahme, dass die unter Hypnose empfangenen Suggestionen auf den Patienten weiterhin einen bestimmenden Einfluss haben.
Eine Person erscheint z.B. als vom Nägelbeißen oder Rauchen geheilt, und zwar aufgrund der negativen Suggestionen, die während der Hypnose gegen diese Angewohnheiten eingegeben wurden. Die Erfahrung hat gezeigt, dass „Heilungen“ dieser Art nicht von langer Dauer sind. Zumindest gibt es bislang keinen hinreichenden wissenschaftlichen Beweis für die Langlebigkeit derlei Heilungen.
Es scheint doch wohl so zu sein, dass der posthypnotische Einfluss auf den Patienten – ähnlich wie die Beeinträchtigung der Wahlfreiheit und der Realitätsprüfung – zeitlich begrenzt ist. Darüber hinaus ist es bisher – für den Fall, dass die Heilung von Dauer ist  – nicht hinreichend untersucht, ob und wie weit die Dissoziation der Kontrolle über das eigene Handeln ebenfalls aufrecht erhalten bleibt.
Um hierzu einen früheren Hypnotiseur zu Worte kommen zu lassen: „Wenn du einmal hypnotisiert worden bist, wird deine Psyche niemals mehr die deine sein“ („Hypnosis in Court“  KNX, Los Angeles, New Radio Editorial 7.4.82)
Dies wirft die Frage nach möglichen negativen Nebenwirkungen auf.

Obwohl der Hypnotherapeut dem Patienten versichert, der freie Wille würde unter Hypnose nicht verletzt, so gibt es doch kaum einen Beweis dafür. Weil eine Person unter Hypnose gewöhnlich etwas tut, sofern es plausibel und wünschenswert dargestellt wird, und weil die Realität unter Hypnose verzerrt wahrgenommen wird, kann eine Verletzung eintreten infolge der Tatsache, dass der Patient in einer suggestibleren Verfassung ist.
Der  Hypnotiseur Simeon Edmonds sagt in seinem Buch Hypnotism and Psychic Phenomena: „Es ist also dem Hypnotiseur möglich, nicht nur eine illegale Handlung am Subjekt vorzunehmen, sondern auch die hypnotisierte Person zu einer illegalen Handlung zu bringen.

Punkte, die ein Christ beachten sollte
Selbst wenn wir nur das bisher Gesagte in Betracht ziehen, wird uns klar, dass zumindest eine partielle Verletzung des Willens unter Hypnose stattfindet.
Hypnose beeinträchtigt absichtlich eine vollständig bewußte Wahl. Die Verletzung des Willens wird auf raffinierte Weise dadurch erreicht, dass man den Blick des Patienten für die Realität trübt und ihn so zu einer Handlungsweise verleitet, zu der er nicht gegriffen hätte, wenn er sich nicht in einer hypnotischen Trance befunden hätte. Der menschliche Wille ist ein göttliches Charakteristikum, das das Geschöpf zum Abbild Gottes macht. Gott hat in uns die Fähigkeit zu wählen eingepflanzt, er hat uns einen freien Willen gegeben. Damit hat er uns die Fähigkeit verliehen, dank unserer ratio „nein“ zu sagen, so dass wir in unseren Handlungen nicht blind jeder möglichen Suggestion seitens gewissenloser Personen oder sogar seitens unserer eigenen inneren Motivation folgen müssen, angetrieben von keineswegs wünschenswerten Vorstellungen.
Während wir im Normalzustand beeinflusst oder sogar fasziniert von Suggestionen sein können, haben wir doch noch diesen großen Handlungsspielraum, uns von unserem falschen oder sündigen Tun zu distanzieren. Wir können wählen zwischen richtigem und falschem Tun.
Das ist unter Hypnose nicht gewährleistet, nicht einmal wenn wir aus dem Zustand der Hypnotisiertheit heraustreten. Hypnose sollte ebenso wenig wie Gehirnwäsche für einen Christen akzeptabel sein. Die Ähnlichkeiten, die die Hypnose mit unserem Normalzustand hat, sind Aufmerksamkeit und Suggestion, aber nicht Hypnotisiertheit, ebenso wie Überredung nicht Gehirnwäsche ist. Aufmerksamkeit und Suggestion mögen Teil der Hypnose sein, aber das Ganze ist nicht gleich dem Teil. Der Einwurf, Hypnotherapie sei ein Mittel zu einem guten Zweck, ist irreführend, denn nach christlichem Verständnis heiligt der Zweck nicht die Mittel.
Als Christen sollten wir uns gerade in unserer Zeit, die unter der Flagge von New Age segelt, bewusst sein, dass alle möglichen Methoden der Bewusstseinsveränderung unters Volk gebracht wurden und Aufnahme bei einigen Gesellschaftsschichten gefunden haben; aber das bedeutet nicht, dass sie aus christlicher Sicht auch akzeptabel sind. Ganz gleich in welcher Form sie angeboten werden, bergen sie doch alle die Gefahr in sich, dass sie uns weglocken von Gottes Gesetz, seiner Liebe und unserer endgültigen Erlösung.

Schließlich müssen wir auf Gefahren hinweisen, die davon herrühren, dass der Mensch sich einer geistigen Passivität überlässt. Das ist ein Zustand, welcher der „leeren Meditation“ nicht unähnlich ist. Wir müssen wissen, was die Naturwissenschaft lehrt: Nirgendwo in der Natur bleibt ein Vakuum auf Dauer unausgefüllt, sondern es füllt sich mit dem an, was es umgibt. Das bedeutet, dass ein geistig passiver Mensch weit geöffnet ist gegenüber dem, was von aussen auf ihn eindringt. Und wenn wir beachten, was Jesus in Lk 11,25 lehrt, dann sind es böse Mächte, die da „eindringen“. Wenn wir einmal das Steuerruder unseres Willens aus der Hand gegeben haben, werden wir gegenüber bösen Einflüssen verwundbar, seien diese nun menschlicher oder okkulter Natur. Das trifft ganz besonders dann zu, wenn wir uns in einem Zustand erhöhter Suggestibilität und verzerrter Realitätswahrnehmung befinden.

Dennis und Rita Bennet warnen in ihrem Buch "Der Heilige Geist und du" vor der Anwendung der Hypnose. Sie führen den Fall eines Teenagers an, eines Mädchens, dessen Benehmen sich dramatisch veränderte, nachdem es sich einer „unschuldigen“ Hypnose ausgesetzt hatte. Es heißt da: „Tatsache ist, dass auch die Hypnose die Psyche in einen passiv-rezeptiven Zustand versetzt, und deshalb, auch wenn der Hypnotiseur derlei gar nicht beabsichtigt, die Tür der Seele für krankmachende geistige Einflüsse öffnet, die jahrelange Belastungen mit sich ziehen.“

In vielen Fällen mögen dämonische Einflüsse nicht in aller Deutlichkeit sichtbar werden. Aber der Geist ist müde geworden in seinem ständigen Bemühen, die Wahrheit zu erkennen. Da kann es tatsächlich zu einer Öffnung hin in Bereiche der Täuschung kommen.

Die Hypnotherapie hat für manche Christen das Attribut, wissenschaftlich und medizinisch zu sein, obwohl der Nachweis ihrer Gültigkeit oder der Dauerhaftigkeit ihrer Resultate wirklich fehlt. Da einerseits so viele Fragen hinsichtlich der Natur der Hypnose und ihres medizinischen Nutzens offen sind, da andererseits ihre Anwendung viele Gefahren in sich birgt, tun Christen gut daran, von der Hypnose oder der Hypnotherapie ganz die Hände zu lassen.


 
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Zeugen Jehovas

Geschichte und Lehre
Diese Bewegung wurde von Charles Tazé Russell, der ursprünglich einer adventistischen Sekte angehörte, gegründet. Diese Sekte hatte die Wiederkunft Christi für das Jahr 1874 angekündigt. Nach dem Nichteintreffen schob Russel das Datum auf die Jahre 1915, dann auf 1916 und dann wieder auf 1918 hinaus. Nach weiterem vergeblichen Warten auf die Erfüllung der Prophezeiung entschloss er sich, die Wiederkunft Christi als unsichtbar zu erklären und weiters behauptete er, dass diese im Jahre 1914 stattgefunden hätte!
„Der Wachturm”, eine Zeitung, die von Russell 1879 gegründet wurde, propagiert die unmittelbar bevorstehende Endzeit der gesellschaftlichen Ordnung.  Der Nachfolger Russell’s, Joseph Franklin Rutherford, gab der Bewegung den Namen „Jehovas Zeugen” (1931).
Bis in die 70er Jahre wuchs die Anhängerschaft sehr stark an. Nachdem aber das, von seinem Nachfolger angekündigte Endzeit-Datum, 1975, wieder nicht stimmte, verlor sich ein groβer Teil der Mitglieder.
Der Nachfolger Rutherfords, Nathan Homer Knorr, straffte die Organisation durch Einführung strikter Schulungsprogramme.
Die Zeugen berufen sich zwar auf die Bibel, doch weicht ihre Bibel-Ausgabe („Neue Welt-Bibel”) von jeglicher ökumenisch anerkannten Übersetzung und Auslegung ab.
Jesus wird nicht als Sohn Gottes, sondern als Erzengel Michael verstanden.
Er soll im Himmel einen Thron errichtet haben, von wo er das Volk Gottes (die Zeugen Jehovas) leitet. Die Leitung findet durch die sichtbaren Verteter (die leitende Körperschaft der Wachturm-Gesellschaft) statt. In der Schlacht von Harmagedon wird Christus alle Regierungen der Welt vernichten und mit den überlebenden Zeugen Jehovas das Paradies auf Erden gründen.

Organisation und Lebensweise
Tierisches Blut enthaltende Nahrung ist nicht erlaubt.
Bluttransfusion, selbst wenn es um Lebensrettung geht, ist verboten. Geburtstage, Muttertage und Weihnachten dürfen nicht gefeiert werden, da diese einen heidnischen Ursprung haben. .
Mitgliedschaft  bei politischen Parteien, sowie Wahlrecht wird abgelehnt, in Vorschau auf die Endzeit und die „Neue Welt“.144.000 Auserwählte werden mit Christus im Himmel regieren.(Off. 7:4)
Bei Wehrdienstpflicht entscheiden sie sich zur Absolvierung des Zivildienstes.

Jedes Mitglied ist verpflichtet, 40 Stunden in der Woche von Haus zu Haus zu gehen und zu werben. Dazu werden zwei Publikationen ausgeteilt: „Der Wachtturm” und „Erwachet”.
Den Mitgliedern ist es verboten kirchliche oder politische Dienststellen anzunehmen.
Das Verlassen dieser Gesellschaft ist schwierig und zieht oft finanzielle Verluste nach sich. Die Splittergruppen, die sich bildeten, vertreten ähnliche Lehren.

Erlebnisbericht
In dem Bezirk, in dem ich vor 10 Jahren wohnte, bekam ich regelmäßig Besuch von den Zeugen Jehovas. Meistens kommen drei Personen, wovon einer der „Leiter“, die anderen die „Schüler“ der Evangelisation sind. Leider sind darunter immer wieder Katholiken, die mit unserer Kirche nicht zufrieden sind. Viele Katholiken kennen sich in der Bibel nicht besonders gut aus und erkennen daher nicht die Verfälschungen, die im „Buch der Wahrheit“ der Zeugen Jehovas vorkommen. Sie wissen auch nicht, dass die Zeugen nicht an den Heiligen Geist glauben.
Da ich über diese Gruppe gut informiert bin, lud ich die Leute immer ein, mit mir zu beten. Und da sie glauben, Christen zu sein, ließen sie sich auf ein gemeinsames Gebet ein. So war es auch vor ein paar Jahren. Als Katholik beginne ich jedes Gebet mit einem Kreuzzeichen: Im Namen des Vater und des Sohnes und des Heiligen Geistes!. Bei der Erwähnung des Heiligen Geistes sprangen meine „Freunde“ auf und verließen eiligst mein Haus. Sie sagten weder „Danke“ noch „auf Wiedersehen“ und so sah ich sie auch niemals wieder.

Wenn nun Katholiken mich fragen, was sie eigentlich machen oder sagen sollen, wenn Zeugen Jehovas vor ihrer Tür stehen, dann rate ich ihnen, nie auf eine Diskussion einzugehen, sie aber zum Gebet einzuladen und dann das Kreuzzeichen laut zu beten. Dann sind sie diese eifrigen Zeugen los, meist für immer.
Was passiert da? Der Heilige Geist konfrontiert und deckt die Unwahrheit auf, die Träger dieser Unwahrheit können dies nicht dulden und weichen so bald und so schnell wie möglich dieser Konfrontation aus. Außerdem gibt es denen ein Zeugnis, die noch nicht ganz von der falschen Lehre der Zeugen Jehovas eingenommen sind. Es ist ein Zeugnis für unsere christliche Wahrheit und hoffentlich für diejenigen, die als Katholiken getauft wurden.

Wichtige Meldung betreffs Der Zeugen: ( Berliner Dialog 28/06)
Pressebericht des Bundesverwaltungsgerichtes:
Nr. 7/2006 BVerwG 7 B 80.05 10.2.2006, BverwG 7B 80.05- Beschluss vom 1. Februar 2006:
Land Berlin muss Zeugen Jehovas endgültig die Rechte einer Körperschaft des öffentlichen Rechts verleihen.
Hiermit sind die Zeugen als eine öffentlich Religionsgemeinschaft anerkannt, die sich verpflichtet, die fundamentalen Verfassungsprinzipien einzuhalten.



   
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